
Das Masernvirus, ein Paramyxovirus (RNS-Virus), das ausschließlich beim Menschen vorkommt
Das Masernvirus ist hochansteckend. Die Übertragung erfolgt über die Luft
2-4 Tage katarrhalisches Stadium mit Fieber, Husten, Schnupfen und Konjunktivitis mit Lichtempfindlichkeit. In dieser Zeit entstehen an der Wangenschleimhaut weißliche, 1-2 mm große, flache Bläschen mit nekrotischer Oberfläche, die sog. koplikschen Flecken. Es folgt das Exanthemstadium mit einem grobfleckigen Ausschlag hinter den Ohren, der sich innerhalb von 1-2 Tagen über den ganzen Körper ausbreitet. 1-2 Tage nach Auftreten des Exanthems gehen Fieber und Schnupfensymptome zurück, das Exanthem hält ca. 10 Tage an. Oft werden die Masern auch von einer Mittelohrentzündung begleitet. Bei 1000 Masernfällen kommt es einmal zur Enzephalitis (Gehirnentzündung) mit einer Sterblichkeit von 15 Prozent. Wer die Enzephalitis überlebt, leidet häufig an psychotischen Veränderungen oder Lähmungen. In seltenen Fällen kommt es 2-10 Jahre nach den Masern zu einer tödlich verlaufenden Gehirnentzündung.
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