Gut zu wissen ,

Dem Darmkrebs zuvorkommen

Mit zunehmendem Lebensalter steigt das Risiko bei allen Menschen für die Entwicklung eines Tumorleidens oder einer Krebserkrankung. Besonders für Darmkrebs besteht ab dem fünfzigsten Lebensjahr ein erhöhtes Risiko, so dass bei Frauen und Männern eine jährliche Untersuchung für Blut im Stuhlgang empfohlen wird.

Eine Darmspiegelung gilt als sicherste Methode zur Früherkennung von Darmkrebs sollte jenseits des 55. Lebensjahrs durchgeführt werden. In den meisten Fällen entwickelt sich aus gutartigen Polypen im Laufe der Jahre eine bösartige Zellveränderung, und eine besondere Veranlagung für dieses Krebsleiden wird bei Personen angetroffen, bei denen sehr viele Polypen an der Innenwand des Darms gefunden werden. Der Arzt spricht dann von einer sogenannten Polyposis.

Normalerweise handelt es sich bei Darmpolypen um gutartige Wucherungen, die schon seit längerer Zeit bestehen können, bevor sie beginnen zu krebsartigen Zellen zu entarten. Haben sich aus den Polypen Darmkrebszellen und diese zu einer manifesten Tumorerkrankung entwickelt, werden Schmerzen, Gewichtsverlust, häufig Blut im Stuhlgang und chronische Müdigkeit erstmals festgestellt. Meist ist dann aber die Krebserkrankung schon weit fortgeschritten, hat eventuell bereits Krebszellen gestreut und Metastasen konnten sich ausbilden. Häufig ist in späten Stadien der Erkrankung eine Heilung nicht mehr oder nur unter sehr erschwerten Behandlungsbedingungen und Nebenwirkungen möglich.

Obwohl die Krankenkassen die Kosten für die Vorsorgeuntersuchung übernehmen, nutzen nur knapp drei Prozent aller Berechtigten das Früherkennungsangebot und lassen eine Koloskopie beim Gastroenterologen durchführen. Um immer wieder auf diese wichtige Untersuchung hinzuweisen, wurde der März 2011 zum Darmkrebsmonat erklärt, in dem von vielen Institutionen, z.B. von der Gastro-Liga, Veranstaltungen zur Information und Motivation zu dem Problem Darmkrebs an die Bevölkerung weiter gegeben werden. Auch werden Telefon-Hotlines eingerichtet, über die sich Betroffene und Interessierte wichtige Informationen zur Vorsorge beschaffen können.

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  • Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen:
    Colitis ulcerosa

    Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sind als chronisch entzündliche Darmerkrankungen bekannt. Es handelt sich dabei um Darmentzündungen, mit denen der Betroffene sich meist lebenslang auseinandersetzen muss. Kennzeichnend für chronisch entzündliche Darmerkrankungen ist, dass es in Intervallen zu schmerzhaften Entzündungsschüben kommt, die sich mit Phasen abwechseln, in denen die Symptome gar nicht oder nur abgeschwächt vorhanden sind.

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