Gut zu wissen ,

Sportmedizinische Tauglichkeit bei Diabetes prüfen

Für ein gesundes Leben sind regelmäßige körperliche Aktivitäten wichtig, besonders bei Menschen mit Diabetes oder Herz-Kreislauf-Risiko. Sport und Bewegung wirken positiv auf den Stoffwechsel und sind eine wesentliche Säule der Therapie des Typ-2-Diabetes.
Weil Sport ein wichtiger therapeutischer Aspekt zur Verbesserung der diabetischen Stoffwechsellage darstellt, sollte ein Arzt oder Sporttherapeut in die körperlichen Aktivitäten eingebunden werden.

Bevor ein Training begonnen wird, sollten Sie mit Ihrem Arzt über die geplanten Aktivitäten sprechen, weil der Blutzuckerspiegel durch Sport verändert wird, und die eventuelle Insulindosis oder auch die Medikamente angepasst werden müssen. Auch die aktuelle körperliche Belastbarkeit wird vom Arzt beurteilt, und er informiert über die erforderliche oder nicht zu überschreitende Herzfrequenz.

Um sich ein vollständiges Bild der Sportfähigkeit des Diabetikers zu verschaffen, wird im Labor das Blutbild untersuchen, die Lipid-, Leber-, und Nierenwerte werden bestimmt sowie der aktuelle HbA1c-Wert als Aspekt der Langzeitblutzuckereinstellung. Ist das Herz-Kreislaufsystem bereits durch den Diabetes belastet oder vorgeschädigt, wird zur Bewertung der sportmedizinischen Tauglichkeit immer eine EKG und/oder Belastungs-EKG angefertigt.

Daneben ist es wichtig, vor und nach einer sportlichen Aktivität den Blutzuckerwert zu messen. Der Diabetiker-Ausweis sowie Traubenzucker oder einen zuckerhaltigen Snack sollten mitgeführt werden, um einem eventuelle Absinken des Blutzuckers rasch entgegen zu wirken.
Um die erforderliche Insulindosis genau zu bestimmen, sollte vor Beginn der Sportbelastung bekannt sein, welchen Sport man mit welcher Intensität und Dauer durchführen möchte. Die Muskelarbeit muss dem aktuellen Trainingszustand angepasst sein, und um keine plötzliche Unterzuckerung zu riskieren, ist es sinnvoll, den Sport nach einer Mahlzeit zu beginnen.
Regelmäßiges Training, bevorzugt als Kombination aus Ausdauer- und Kraftsport, ist in der Lage, den Blutzuckerspiegel langfristig zu verbessern, die Insulinempfindlichkeit des Gewebes zu steigern, die Glukosetoleranz zu erhöhen sowie – wenn frühzeitig damit begonnen wird – das Gesamtrisiko für einen manifesten Diabetes mellitus zu reduzieren oder das Auftreten hinaus zu zögern.
Auch die Cholesterinwerte bessern sich mit dem körperlichen Training.

Insgesamt wird auch dadurch eine Senkung des kardiovaskulären Risikos erreicht, indem Übergewicht abgebaut, die Stoffwechselstörungen und der hohe Blutdruck reduziert werden. Um dauerhaft von der vermehrten Muskelarbeit zu profitieren, ist die lebenslange Umstellung zu einem aktiveren Lebensstil notwendig.

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  • Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen:
    Colitis ulcerosa

    Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sind als chronisch entzündliche Darmerkrankungen bekannt. Es handelt sich dabei um Darmentzündungen, mit denen der Betroffene sich meist lebenslang auseinandersetzen muss. Kennzeichnend für chronisch entzündliche Darmerkrankungen ist, dass es in Intervallen zu schmerzhaften Entzündungsschüben kommt, die sich mit Phasen abwechseln, in denen die Symptome gar nicht oder nur abgeschwächt vorhanden sind.

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