Gut zu wissen

Ein Stent gegen erektile Dysfunktion

Die Verengung oder ein Verschluss der Herzkranzgefäße (Koronararterien) kann durch einen BallonKatheder aufgeweitet oder durch kleine Gefäßstützen mit oder ohne medikamentöse Beschichtung behandelt werden. Dadurch kann der Blutfluss wieder ungehindert die Herzmuskulatur erreichen und ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen.

Risikofaktoren für den Verschluss kleiner Arterien sind Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck oder ein Diabetes mellitus. Oft bereits lange vor der kardiovaskulären Erkrankung, die eine Angina pectoris verursacht, wird bei den betroffenen Männern bereits eine eingeschränkte erektile Funktion festgestellt.

Aufgrund dessen gehen Internisten und Kardiologen davon aus, dass die erektile Dysfunktion und die damit verbundenen Probleme beim normalen Geschlechtsverkehr durchaus als ein Frühzeichen (Prädiktor) für eine beginnende oder bereits vorhandene Atherosklerose der Gefäße gewertet werden kann. Die für die Aufrechterhaltung einer Erektion erforderliche Blutmenge steht wegen der Gefäßverengung in den Becken- und Penisarterien nicht in ausreichender Menge zur Verfügung, um die Funktion der Schwellkörper zu gewährleisten. Der Penis erreicht nicht die erforderliche Härte für den Geschlechtsverkehr oder die Erektion kann nicht ausreichend lange aufrecht erhalten werden.

Aus Amerika kommt die Nachricht, dass erstmals eine Studie durchgeführt wird, die den potenziellen Nutzen einer Stent-Implantation bei Patienten mit Herz-Kreislauferkrankung und gleichzeitiger erektiler Dysfunktion prüfen soll. Dazu wird neben der Koronarangiografie (bildliche Darstellung der Herzkranzgefäße) auch eine Angiografie der Beckengefäße durchgeführt, und die zum Penis führende Arteria pudenta interna dargestellt. Ist diese ebenso wie die Koronararterien durch eine Atherosklerose verengt, und hat die medikamentöse Therapie der erektilen Dysfunktion mit PDE-5 Hemmern keinen Erfolg, soll bei 50 betroffenen Männern eine Stentversorgung und Offenhaltung der Arteria pudenta interna durchgeführt werden, um die Blutzufuhr zum Penis wieder herzustellen und aufrecht zu erhalten.

Dass die koronare Herzerkrankung und die erektile Dysfunktion häufig gemeinsam auftreten, hängt nach Ansicht der amerikanischen Wissenschaftler damit zusammen, dass bei nahezu 100 Prozent der Männer, bei denen eine Verengung der Herzkranzgefäße nachgewiesen wurde, ähnliche atherosklerotische Veränderungen in den Beckenarterien vorlagen, so dass der Penis nicht ausreichend mit Blut versorgt und Schwellkörper ihre wichtige Funktion für die Aufrechterhaltung der Erektion nicht nachkommen können.

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  • Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen:
    Colitis ulcerosa

    Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sind als chronisch entzündliche Darmerkrankungen bekannt. Es handelt sich dabei um Darmentzündungen, mit denen der Betroffene sich meist lebenslang auseinandersetzen muss. Kennzeichnend für chronisch entzündliche Darmerkrankungen ist, dass es in Intervallen zu schmerzhaften Entzündungsschüben kommt, die sich mit Phasen abwechseln, in denen die Symptome gar nicht oder nur abgeschwächt vorhanden sind.

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