Adipositas ,

Übergewicht - schon für Kleinkinder problematisch

Deutlich früher als bisher angenommen, kann Übergewicht zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. Dies belegt eine neue Studie. Demnach leiden bereits Säuglinge und Kleinkinder, die zu viel Speck auf den Rippen haben, verstärkt unter Bewegungsstörungen, Atemproblemen, Schnarchen und Asthma. Wer schon als Kind dick ist, wird mit einiger Wahrscheinlichkeit auch als Jugendlicher und Erwachsener zu Übergewicht neigen – mit allen dazugehörigen gesundheitlichen Risiken. Forscher vom Medical Centger im israelischen Haifa haben nun herausgefunden, dass die Folgen des Übergewichts nicht erst nach längerer Zeit einsetzen, sondern schon Säuglinge und Kleinkinder treffen können. Ein Ärzte-Team um Ron Shaoul vom Bnai Zion Center hat schon bei Kindern im Alter von bis zu zwei Jahren beobachtet, dass Übergewicht zu einer Unterentwicklung der motorischen Fähigkeiten, Atemproblemen wie etwa Schnarchen und Asthmaerkrankungen führen kann. Und: In rund zwei von drei Fällen hätten die Eltern keine Ahnung von den Problemen ihrer Kinder, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift „Pediatrics“. Shaoul dazu: „Die Folgen von Übergewicht in der Kindheit zeigen sich scheinbar erst in späteren Jahren”. Diese Wahrnehmung scheint allerdings ungenau zu sein. “Vielmehr wiesen die neuen Erkenntnisse darauf hin, dass gerade in den wichtigen ersten Lebensjahren eingegriffen werden müsse, um die Grundlagen für “gute Essgewohnheiten und einen aktiven Lebensstil” zu schaffen. Die Studie bestand aus zwei Teilen, wobei die Forscher zunächst die Daten von 2139 Kleinkindern auswerteten, die in den Jahren 2004 und 2005 aus unterschiedlichen Gründen im Bnai Zion Medical Center behandelt wurden. Im zweiten Teil befragten sie Eltern von 79 übergewichtigen und 144 normalgewichtigen Kindern nach deren Gesundheitsproblemen. Als übergewichtig galt ein Kind, wenn sein Body Mass Index (BMI) in den oberen 15 Prozent der Altersklasse seines Geschlechts lag. In der ersten Studie war das Ergebnis für die Forscher zunächst überraschend: Kinder, deren BMI in den oberen 15 bis sechs Prozent ihrer Altersklasse rangierte, kamen demnach seltener ins Krankenhaus. Die extrem dicken Kinder aber, deren BMI in den oberen fünf Prozent lag, waren überdurchschnittlich oft im Krankenhaus. Bei der Befragung der Eltern stellte sich heraus, dass auch schon bei den Kindern in den oberen 15 BMI-Prozent ihrer Altersklasse gesundheitliche Folgen von Übergewicht auftreten.

Konkret: Die Forscher stellten verstärkt Verzögerungen in der Entwicklung der Bewegungsfähigkeit, Schnarchen und eine erhöhte Zahl von Asthmafällen fest. Alarmierend ist ein weiteres Ergebnis der Elternbefragung: 68 Prozent der Mütter übergewichtiger Kinder waren davon überzeugt, dass die Körperfülle ihres Kindes vollkommen in Ordnung sei.


Der Body-Mass-Index

Ob jemand übergewichtig oder fettsüchtig ist, ermitteln Mediziner anhand des Body Mass Index (BMI). Dieser Wert entspricht dem Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern.

Ein Beispiel:

Ein 1,80 Meter großer Mann wiegt 75 Kilogramm.
Sein BMI beträgt 75 : 1,80² = 23,15.

Als Idealwert gilt bei Frauen ein BMI von 22, bei Männern ein BMI von 24.

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  • Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen:
    Colitis ulcerosa

    Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sind als chronisch entzündliche Darmerkrankungen bekannt. Es handelt sich dabei um Darmentzündungen, mit denen der Betroffene sich meist lebenslang auseinandersetzen muss. Kennzeichnend für chronisch entzündliche Darmerkrankungen ist, dass es in Intervallen zu schmerzhaften Entzündungsschüben kommt, die sich mit Phasen abwechseln, in denen die Symptome gar nicht oder nur abgeschwächt vorhanden sind.

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