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Ist generell empfohlene Salzreduktion Folge einer medizinischen Fehlinterpretation?

Ist generell empfohlene Salzreduktion Folge einer medizinischen Fehlinterpretation?

Gebetsmühlenartig wiederholen die Salzkritiker ihre Warnung vor hohem Salzkonsum, der angeblich zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen soll. Begründet wird diese durch einen Blutdruckanstieg, der als unvermeidliche Folge von zu hohem Salzverzehr auftritt. Obwohl eindeutige wissenschaftliche Belege dazu bis heute nicht vorliegen, wird prophezeit, dass zigtausend Todesfälle durch die Senkung des Salzverbrauchs zu verhindern seien. Ignoriert werden renommierte Wissenschaftler, die ich seit vielen Jahren gegen solche pauschalen und wissenschaftlich nicht haltbaren Schlussfolgerungen aussprechen.
Dass Salz ein physiologisch lebensnotwendiger Mineralstoff ist, ohne den der Flüssigkeitshaushalt des Körpers nicht aufrechterhalten werden kann, wird von vielen Salzkritikern komplett ausgeblendet. Bis heute existieren keine Studien, die dem Salzverzehr grundsätzlich negative Effekte auf die Gesundheit nachgewiesen hätten. Einige statistische Auswertungen der Studien, die den Zusammenhang von Salzkonsum und Herz-Kreislauferkrankungen herstellen sollten, sprechen sogar für ein ansteigendes Herz-Kreislauf-Risiko für Personen, die zu wenig Salz konsumieren.
Eine exakte Definition wieviel Salz zur optimalen Körperfunktion benötigt wird, existiert nicht. Gesichert ist allerdings, dass der individuelle Salzbedarf eines Menschen stark variiert und nicht starr festgelegt werden kann. Dazu müssen das Lebensalter und Geschlecht, das Körpergewicht und die tägliche sportliche Aktivität herangezogen werden. Akute oder chronische Erkrankungen fließen ebenso in die Berechnung ein wie die Tatsache, ob ein Mensch stark transpiriert oder fast überhaupt nicht schwitzt.
Die Hypothese, dass Salz und Blutdruck unmittelbar verbunden sind, beruht auf der Kenntnis, dass Salz als Mineralstoff Flüssigkeiten bindet. Es wird unterstellt, dass mit steigender Salzmenge mehr Flüssigkeit in die Blutgefäße eingespeist wird. Dort soll das höhere Volumen den Blutdruck in die Höhe treiben. Während dies in einer starren Wasserleitung durchaus zutrifft, verfügt der menschliche Organismus über effektive Regulierungssysteme: Die Spannung der Gefäßwände wird vermindert, das Gefäß wird weitgestellt und über das Nierensystem werden Flüssigkeit und überschüssige Mineralien vermehrt ausgeschieden.
Ein sehr komplexes System im menschlichen Organismus reguliert den Blutdruck bedarfsgerecht. An diesem sind nicht nur die Körperflüssigkeit und darin gelöste Mineralien beteiligt, sondern auch verschiedene Hormone, wie Adrenalin, Noradrenalin, Renin und Angiotensin. Zusätzlich befinden sich im Gefäßsystem regionale Sensoren, die bei Blutdruckanstieg oder zu niedrigem Blutdruck den jeweiligen Wert über Botenstoffe dem Gehirn signalisieren. Ob die Gefäße nun entspannen oder sich verengen sollen, folgt einem situativ-dynamischen Prozess: Belastungssituation, wie Stress und Hektik, körperliche Aktivität oder Leistungssport erzeugen höhere Blutdruckwerte, weil eine verbesserte Blutversorgung und mehr Sauerstoff im Gewebe gebraucht werden. Bei körperlicher Ruhe und im Schlaf sinkt der Blutdruck bei gesunden Menschen ab.
Anders ist es bei Personen mit unterschiedlichen blutdruckbeeinflussenden Risikofaktoren, von denen das Übergewicht und die Adipositas (schweres Übergewicht) als wichtigste Faktoren genannt werden. Mit ansteigendem Körpergewicht steigt auch der Blutdruck, wird aber das Übergewicht reduziert, geht auch die Hypertonie zurück.
Hypertoniker und Übergewichtige haben im Rahmen des metabolischen Syndroms häufig auch einen Typ-2-Diabetes oder dessen Vorstadium (gestörte Glukosetoleranz / Insulin-resistenz) und Störungen im Fettstoffwechsel (hohe Triglyceride, niedriges HDL-Cholesterin), die langfristig die Gefäßelastizität schädigen. Es entstehen Ablagerungen (Plaques) in der Gefäßwand, die dadurch ihre Dehnbarkeit verliert und nicht mehr den Anforderungen der physiologischen Blutdruckregulation entsprechen kann. Auch genetisch bedingte Voraussetzung zu erhöhten Blutdruckwerten sind bekannt.
Die einfache Rechnung der Salzkritiker „hoher Salzkonsum ist gleich hoher Blutdruck“ geht demnach nicht auf. Umfangreiche Analysen diesbezüglicher Studien durch internationale Wissenschaftler kommen zu dem Ergebnis, dass eine Salzbeschränkung bei gesunden Menschen praktisch keinerlei Folgen auf den Blutdruck hat, und die Auswirkungen bei Menschen mit Hypertonie nur als marginal zu bewerten sind. Allerdings kommt es durch Salzreduktion zu hormonellen Veränderungen bei einigen Studienteilnehmern mit Salzrestriktoin, die sicher als Risiko für Herz-Kreislauferkrankung zu werten sind.
Plasma-Renin, Aldosteron und Noradrenalin steigen an, die als Stresshormone das sympathische Nervensystem antreiben. Auch Cholesterin, besonders LDL und Triglyceride stiegen bei Salzrestriktion an und fördern die Gefäßverkalkung.
Ein nur marginaler blutdrucksenkender Effekt wurde in den Studien bei Hypertonikern mit reduziertem Salzverzehr registriert. Kritisch muss allerdings nach den aktuellen Auswertungen ein zusätzlicher Blutdruckanstieg bei einigen Hypertonikern gesehen werden, wenn sie sich einer Salzrestriktion unterzogen.
Ebenfalls überraschend ist das Ergebnis einer Studie zur Salzreduktion und Blutdruckverhalten, weil bei einem Drittel der Personen die nur wenig Salz verzehrte, die höchste Rate an Herz-Kreislauf-Sterblichkeit (4,1 %) auftrat. Die niedrigste Kreislauftodesrate bestand mit 0,8 % hingegen bei den Personen mit dem höchsten Salzverzehr.
Bevölkerungsweit den Salzverzehr zu reduzieren als generelle Gesundheitsempfehlung sollte demnach sowohl als präventive oder therapeutische Maßnahme bei Hypertonie kritisch hinterfragt und differenziert untersucht werden.
Nicht belegbare und veraltete Empfehlungen sollten revidiert und nur diejenigen Salz-sensitiven Personen angesprochen werden, bei denen eine Salzrestriktion sinnvoll ist.

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  • Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen:
    Colitis ulcerosa

    Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sind als chronisch entzündliche Darmerkrankungen bekannt. Es handelt sich dabei um Darmentzündungen, mit denen der Betroffene sich meist lebenslang auseinandersetzen muss. Kennzeichnend für chronisch entzündliche Darmerkrankungen ist, dass es in Intervallen zu schmerzhaften Entzündungsschüben kommt, die sich mit Phasen abwechseln, in denen die Symptome gar nicht oder nur abgeschwächt vorhanden sind.

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