Gut zu wissen

Den Blutzucker richtig messen und auswerten

Den Blutzucker regelmäßig zu kontrollieren ist für Diabetiker ein Muss. Dabei können selbst erfahrenen Patienten Fehler im Messprozess und der Auswertung der Ergebnisse unterlaufen. Dabei geht es um den Zeitpunkt bzw. das Intervall der Messung, die korrekte Erhebung des Werts aber auch eine regelmäßige Bewertungshilfe durch den Arzt.

  • © Andrey_Popov (shutterstock.com)

Wie häufig sollte ich meinen Blutzucker kontrollieren?

Geht es um die Kontrolle der Blutzuckerwerte gibt es Diabetiker keine allgemeine Faustregel. Je nach Diabetes-Typ, Behandlungsmethode und der individuellen Stoffwechselprozesse können die Messintervalle unterschiedlich lang ausfallen. Diabetiker, die unter der Typ-I-Form der Erkrankung leiden, müssen für gewöhnlich mindestens viermal täglich die Werte kontrollieren. Bei schnellem Stoffwechsel, kann die Zahl der nötigen Messungen noch erhöht werden.1

Typ-II-Diabetiker verfügen noch über eine eigene Insulinproduktion, wodurch sie die Blutzuckerwerte weitaus seltener messen müssen. Aus diesem Grund werden Teststreifen auch nur in Ausnahmefällen von der Krankenkasse erstattet. Während einer Schwangerschaftsdiabetes müssen die Werte jedoch häufiger und besonders gewissenhaft ermittelt werden, da hier nicht nur ein erhöhtes Gesundheitsrisiko für die Mutter sondern auch für das Kind besteht.

Richtig Messen – Hygiene, Teststreifen und Messgerät

  • © Miriam Doerr (shutterstock.com)

Durch Nachlässigkeiten im Messverfahren können schnell Werte verfälscht werden. Eine gewissenhafte Befolgung des Ablaufs ist daher essentiell. Gerade zu Beginn sollte der Prozess mit dem behandelten Arzt oder einem Apotheker erprobt werden. Dabei sollte eine gewisse Reihenfolge eingehalten werden, wobei jeder Schritt seine eigenen Tücken birgt.2

Hände waschen: Bevor mit der Messung begonnen wird, sollten die Hände gründlich gereinigt werden. Eine Desinfizierung ist nicht notwendig, wird diese durchgeführt, sollte das Mittel zunächst gründlich eintrocknen.

Lanzette einsetzen: Bei jeder Messung sollte eine neue Lanzette in die Stechhilfe eingesetzt werden.

Teststreifen einlegen: Teststreifen sollten immer in der Originalverpackung aufbewahrt werden, um Verschmutzungen auszuschließen. Nach Einführen in das Messgerät muss der Code auf dem Teststreifen mit dem des Gerätes auf Übereinstimmung geprüft werden.

Richtig stechen: Die Stechhilfe wird seitlich an die Fingerkuppe angesetzt um Schmerzen zu vermeiden. Nach Betätigung des Auslösers sollte sich ein Blutstropfen auf der Kuppe bilden. Sollte dies nicht der Fall sein, kann durch sanftes Drücken auf die Fingerkuppe mehr Blut zu Tage gefördert werden. Bei der nächsten Messung ist zudem die Stichtiefe anzupassen.

Stichtiefe festlegen: Bei der ersten Anwendung sollte die mittlere Stichtiefe gewählt werden. Danach kann diese soweit angepasst werden, dass mit möglichst niedriger Tiefe eine geradeso ausreichende Menge des Blutstropfens erzeugt wird.

Ergebnis ermitteln: Der Blutstropfen wird an den Teststreifen geführt bis sich dieser mit genügend Blut angereichert hat, um ein Messergebnis ermitteln zu können. Der angezeigte Wert wird zusammen mit Datum und Uhrzeit im Blutzuckertagebuch notiert. Ebenso sollten beeinflussende Faktoren, wie Ernährung, Medikamenteneinnahme oder Krankheiten notiert werden.

Welche Fehler können mir bei der Messung unterlaufen?

Ungewöhnliche Ergebnisse oder ein schmerzhafter Messprozess können hinweise auf Fehler in der Prozedur sein. Fehlende Hygiene oder unbewusste Verfälschungen können einem leicht widerfahren.

Hygiene: Rückstände anderer Stoffe können sich bei fehlender Hygiene noch an den Fingerkuppen befinden und bei Einstechen in das Blut gelangen, auf diese Weise wird das Ergebnis verfälscht. Auch spezielle Desinfektionsmittel bergen diese Gefahr, weshalb diese vor einer Messung ausreichen eintrocknen sollten.

Teststreifen: Die Teststreifen können unsachgemäßer Aufbewahrung verschmutzt oder beeinträchtigt werden. Neben Schmutz stellen auch Feuchtigkeit, Hitze und Sonnenlicht Gefahren dar. Zudem wird bei der Benutzung des falschen Teststreifens (falscher Code) das Messergebnis ebenfalls verfälscht.

Lanzette: Die Lanzette muss bei jeder Messung gewechselt werden, da es sonst hygienischen Verunreinigungen kommen kann. Zudem würde die Nadel nach einer gewissen Zeit abstumpfen und so für unnötige Schmerzen sorgen. Bei einer zu geringen Stechtiefe der Lanzette quetschen Patienten häufig den Finger anstatt sanft zu drücken, hierdurch gelangt jedoch Gewebsflüssigkeit in den Blutstropfen.

Messstelle: Auch bei modernen Geräten, die eine Messung an Arm oder Bein ermöglichen, wird eine Messung am Finger empfohlen. Hier sind Veränderungen des Blutzuckers aufgrund der starken Durchblutung sofort festzustellen. Dies ist vor allem nach körperlicher Betätigung, vermuteter Unterzuckerung sowie drei Stunden nach einer Mahlzeit oder Insulingabe notwendig.

Ergebnis richtig interpretieren – Momentaufnahme und Blutzuckergedächtnis

Blutzuckerwerte werden in der Regel in zwei Einheiten angegeben – Millimol pro Liter (mmol/l) oder Milligramm pro Deziliter (mg/dl). Bei der Messung ist es wichtig immer die gleiche Einheit zu wählen – im Notfall können auch spezielle Umrechnungstabellen zu Rate gezogen werden.

Die regelmäßig gemessenen Werte geben immer den momentanen Zustand wieder und werden im Blutzuckertagebuch festgehalten. Sie dienen später als Grundlage für die Interpretation des Langzeitblutzuckers. Normalwerte liegen in nüchternem Zustand unter 5.6 mmol/l (100mg/dl) und nach einer Mahlzeit unter 7.8 mmol/l (140mg/dl). Eine starke Schwanung findet demnach nicht statt. Während der Diabetes-Therapie soll der Blutzuckerverlauf möglichst ohne Spitzen, sondern gleichmäßig verlaufen und sich diesen Werten annähern.

In regelmäßigen Abständen, ca. alle drei Monate, ermittelt der Arzt den HbA1c-Wert, den Langzeitblutzucker oder das Blutzuckergedächtnis. Beim HbA1c handelt es sich um eine Substanz des roten Blutfarbstoffes und wird anhand von Bluttests bestimmt. Der Wert wird in Prozent oder Promille gemessen. Zwischen Blutzucker und der Lebensdauer der roten Blutkörperchen besteht eine Beziehung. Anhand dessen gilt: je höher der HbA1c-Wert umso öfter traten erhöhte Blutzuckerwerte auf.

  • © Sherry Yates Young (shutterstock.com)

Bei gesunden Menschen liegt ein normaler Wert bei zwischen fünf bis sechs Prozent (30mmol/mol), wird jedoch für Diabetiker je nach Form individuell festgelegt. Typ-1-Diabetiker sollten einen Zielwert von 7.5 Prozent (58mmol/mol) und Typ-II-Diabetiker von 6.5 bis 7.5 Prozent (48-58 mmol/mol) anstreben. Ein gemessener Mittelwert darf nach Informationen der nicht ausschließlich als positiv missinterpretiert werden. Ein solcher Wert kann ebenso durch zahlreiche stark ausgeprägte Blutzuckerschwankungen entstehen, ebensolche Spitzen sollten jedoch vermieden werden.3

Inwieweit Schwankungen im Messzeitraum vorlagen kann mithilfe des Blutzuckertagebuchs und den Moment-Werten abgeglichen werden. Sowohl die Angaben zum momentanen als auch zum Langzeitblutzucker sind nicht generalisierend zu betrachten. Faktoren, wie Alter oder der allgemeine Gesundheitszustand, können beeinflussend wirken, daher müssen die Zielwerte individuell mit dem Arzt besprochen werden. Solche Faktoren müssen zudem auf ihren kurzfristigen Einfluss bei der Messung berücksichtigt werden.

Quellen:

1 http://www.diabetes-ratgeber.net/Blutzucker/Wie-haeufig-soll-der-Blutzucker-kontrolliert-werden-54134_3.html
2 http://www.onmeda.de/behandlung/blutzucker_messen-blutzucker-selbst-messen-4443-2.html
3 http://www.euroclinix.de/hba1c.html

Krankheiten & Symptome

Erkältung

Grippe

Halsschmerzen

Husten

ADHS

Adipositas

Adipositas; Diabetes

ADS

Akne

Alkoholkrankheit

Allergie

Allergische Rhinitis

Allergischer Schnupfen

Alzheimer

Angst

Angststörungen

Anorexia nervosa

Arterienverengung

Arteriosklerose

Arthritis

Arthrose

Arzneimittelunverträg …

Asthma

Autismus

Bauchschmerzen

Blähungen

Blasen- oder Lungenent …

Blasenschwäche

Blutdruck

Blutgerinnung

Bluthochdruck

Blutvergiftung

Borreliose

Bronchitis

Brustkrebs

Bulimie

Burnout-Syndrom

CED

Cervix Karzinom

Chronical Obstructive …

Chronisch Entzündlich …

Chronische Erkrankunge …

Chronischer Bronchitis

Colitis ulcerosa

Colitisulcerosa

COPD

Darmkrebs

Darmträgheit

Demenz

Depression

Depressionen

Depressionen; Diabetes

Dermatitis solaris acu …

Diabetes

Diabetes mellitus

Diabetischer Fuß

Diphtherie

Disstress

Durchblutungsstörung

Durchblutungsstörunge …

Durchfall

Dyspepsie

Eisenmangel

Eiszapfen-Effekt

Entzündungen

Enuresis

Epilepsie

Erbrechen

Erektile Dysfunktion

Erektionsstörung

Erschöpfung

Erschöpfungssyndrom

Fahrangst

Fettleber

Fibromyalgie

Fibromylagie

Fibromylagiesyndrom

Fieber

Flugangst

Fraktur

Frühsommer-Meningo-En …

FSME

Fuß- und Nagelpilz

Fußschmerzen

Ganzkörperschmerz

Gebärmutterhalskrebs

Glaukom

Glykiertem Hämoglobin

Grauer star

Grippe Impfung

Grüner Star

Gürtelrose

Haarausfall

Haemophilus influenza …

Hämophilie

Hämorrhoiden

Harnwegsentzündungen

Harnwegsinfektion

Hausstaubmilbenallergi …

HAut

Hautabschürfungen

Hautausschlag

Hauterkrankungen

Hautflecken

Hautkrebs

Hepatische Encephalopa …

Hepatitis

Hepatitis A

Hepatitis B

Herbst

Herz

Herz-Kreislauf-Erkrank …

Herzinfarkt

Herzkrankheit

Herzphobie

Herzrhythmusstörungen

Heuschnupfen

Hib

Husten und Gliederschm …

Hypoglykämie

Imfpung

Immunsystem

Influenza

Inhalationsallergie

Insektenstich-Allergie

Jodmangel

Keuchhusten

KHK

Kinderlähmung

Knochenmetastasen

Kopflausbefall

Kopfschmerzen

Krampfadern

Krebs

Kuhmilchallergie

Lähmungserscheinungen

Lebensmittelintoleranz

Leberkrebs

Leberverfettung

Leberzirrhose

Magenschmerzen

Magersucht

Makuladegeneration

Malaria

Manganmangel

Mangelerscheinung

Masern

Meningokokken

Metabolisches Syndrom

Migräne

Mineralstoffmangel

Morbus Crohn

Morbus Parkinson

MPS

Multiple Sklerose

Mumps

Muskelfaserriss

Muskelzerrung

Myom

Nagelpilzrkrankungen

Nasen-Nebenhöhlenentz …

Nebenhöhlenentzündun …

Neurodermitis

Niesen

Obstipation

Ohrgeräusche

Osteoporose

Parodontitis

PAVK

Pneumokokken

Polio

Pollenallergie

Polyarthritis

Prostatakrebs

Prüfungsangst

Psoriasis

Rauchgasvergiftung

Reflux

Reisekrankheit

Reizdarmsyndrom

Reizdarmsyndroms

Restless Legs Syndrom …

Rheuma

Rotaviren

Röteln

Rückenschmerzen

Scharlach

Schaufensterkrankheit

Schilddrüse

Schimmelpilzallergie

Schlafapnoe

Schlafstörungen

Schlaganfall

Schmerzen

Schnupfen

Schuppenflechte

Schwangerschaftsdiabet …

Schwerhörigkeit

Schwindel

Sehschwäche

Sepsis

Sexuelle Funktionsstö …

Sklerose

Sodbrennen

Sonnenallergie

Sonnenbrand

Speiseröhre

Stoffwechselkrankheit

Stoma

Stress

Thrombose

Thrombosen

Tierhaarallergie

Tinnitus

Tollwut

Toxoplasmose

Tumorerkrankung

Typ-1-Diabetes

Typ-2-Diabetes

Typhus

Übergewicht

Venenerkrankungen

Venenleiden

Verdauungsbeschwerden

Verdauungsstörungen

Vergiftung

Vergiftungen

Verstopfung

Vorhofflimmern

Wadenkrampf

Wechseljahresbeschwerd …

Windpocken

Winter

Wundentzündungen

Wundstarrkrampf

Zahn

Zahnverlust

Zecken

Zeckenbiss

Zöliakie

Zoster

Zukunftsangst

Zwangsstörungen

Blickpunkt

  • Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen:
    Colitis ulcerosa

    Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sind als chronisch entzündliche Darmerkrankungen bekannt. Es handelt sich dabei um Darmentzündungen, mit denen der Betroffene sich meist lebenslang auseinandersetzen muss. Kennzeichnend für chronisch entzündliche Darmerkrankungen ist, dass es in Intervallen zu schmerzhaften Entzündungsschüben kommt, die sich mit Phasen abwechseln, in denen die Symptome gar nicht oder nur abgeschwächt vorhanden sind.

    weiter »

Partnerinformationen