Zur Jahreszeit

Angreifer in der Atemluft

Kaum jemand kennt die Situation nicht, wenn eine Erkältung im Anflug ist : Man beginnt zu frieren, ist erschöpft, Gliederschmerzen und allgemeines Unwohlsein stellen sich ein.

Man beginnt zu husten und zu niesen und meist schmerzen die Bronchien beim Atmen. Man hat sich eine Grippe eingefangen und weiß, dass früher oder später Bettruhe angesagt ist.

Mit Grippe ist in der Umgangssprache aber meist nur der grippale Infekt gemeint, der jedes Jahr Tausende von Menschen heimsucht und sich zu regelrechten Epidemien ausweiten kann. Nichts zu tun hat der grippale Infekt aber mit denjenigen Erkrankungen, die als Hongkong-Grippe oder mit ähnlichen Bezeichnungen oftmals sehr bedrohliche Ausmaße annehmen können.

Beim grippalen Infekt sind meist harmlosere Viren beteiligt. Sie befinden sich zu bestimmten Zeiten in großer Anzahl in der Atemluft und jeder, der eine solche Infektion hat, atmet, hustet oder niest die Erreger in seine nähere Umgebung. Beispielsweise in der morgendlich überfüllten Straßenbahn kann ein einzelner Infizierter als Virenverbreiter dafür sorgen, dass sich viele andere Menschen einen grippalen Infekt holen. Auch in Schulen, Kindergärten oder Großraumbüros, also überall, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen, ist das Risiko gegeben, sich eine Erkältung einzufangen.

Der Organismus reagiert auf die eingedrungenen Erreger nicht selten mit Fieber. Fieber wiederum ist Antwort des Körpers auf die Reaktion des Immunsystems gegen die eingedrungenen Erreger. Das bedeutet aber, dass Fieber nicht als Krankheit eingestuft werden kann, sondern lediglich ein Symptom ist, durch das der Organismus versucht, sich über die Temperaturerhöhung von einer Krankheit zu befreien. Insofern kann das Fieber als eine wichtige Regelgröße des Organismus bezeichnet werden, die im Bedarfsfall durchaus richtig funktioniert.

Entzündungshemmende Substanzen sind in den meisten Medikamenten enthalten, die gegen einen grippalen Infekt abgewendet werden. Diese Substanzen sind in der Lage, die erhöhte Körpertemperatur wieder auf normale Werte zu reduzieren.

Es sind allerdings auch unterschiedliche Möglichkeiten der Fiebersenkung bekannt, wie beispielsweise Wadenwickel. Bis zu einer gewisse Temperatur kann dies ausreichen. Hohes Fieber sollte aber ärztlich behandelt und mit den richtigen Medikamenten normalisiert werden.

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Blickpunkt

  • Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen:
    Colitis ulcerosa

    Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sind als chronisch entzündliche Darmerkrankungen bekannt. Es handelt sich dabei um Darmentzündungen, mit denen der Betroffene sich meist lebenslang auseinandersetzen muss. Kennzeichnend für chronisch entzündliche Darmerkrankungen ist, dass es in Intervallen zu schmerzhaften Entzündungsschüben kommt, die sich mit Phasen abwechseln, in denen die Symptome gar nicht oder nur abgeschwächt vorhanden sind.

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