Wissenschaft

Körpergewicht erforschen mit Bildern aus dem Gehirn

Die Vorteile der Neuro-Bildgebung (Neuro-Imaging) kommen der Erforschung des zu hohen Körpergewichts zugute. Damit existiert ein neuer Forschungsbereich, der eine Schlüsselposition für die Verhaltensmedizin, das Fettgewebe und die Adipositastherapie einnehmen wird und von großer Bedeutung für neue Erkenntnisse und Zusammenhänge ist.

Mit Neuro-Imaging werden genetische, klinische und epidemiologische Aspekte aus der Grundlagenforschung darstellbar. In klinischen Studien wird durch diesen Nachweis spezifischer Mechanismen aus dem Gehirn untersucht, wo beispielsweise die zentral wirksamen Botenstoffe, die sogenannten Neurotransmitter aktiv sind. Die enge Verzahnung von Grundlagenforschung und klinischer Praxis ist ein optimaler Rahmen um neue Erkenntnisse auf dem Gebiet der Adipositas zu gewinnen. „Wir untersuchen, ob und in welchem Ausmaß eine Störungen zentraler Neurotransmitter an der Entstehung von Essstörungen oder einer Gewichtszunahme bis zur krankhaften Adipositas beteiligt sind“, sagte Professor Swen Hesse aus Leipzig. Zu diesen Neurotransmittern gehören das sogenannte Glückshormon Serotonin und das Stresshormon Noradrenalin. Mit Neuro-Imaging wird der Frage nachgegangen, welchen Einfluss diese Neurotransmitter auf den Appetit und die Sättigung haben, ob das Belohnungssystem im Gehirn mit dem Essen zusammenhängt, oder ob das Essen am Abbau von Stressgefühlen beteiligt ist.
Weil inzwischen bekannt ist, dass das Fettgewebe nicht nur ein Reservoir für übermäßig aufgenommene Energie ist, sondern aus metabolisch hochaktiven Zellen besteht, können Untersuchungen mit Positronen-Emmissions-Tomografie (PET) die Aktivierung der Metaboliten des braunen Fettgewebes in der Bildgebung darstellen. Diese Aktivität wird mit radioaktiv markiertem Zucker sichtbar gemacht.
Während bei Jugendlichen dieses Fettgewebe sehr stoffwechselaktiv ist und Energie verbrennt, lässt die Stoffwechselaktivität mit dem Alter nach. Nun ist man auf der Suche nach den Ursachen diesem Entwicklung, um aus diesem Phänomen einen eventuell wichtigen Therapieansatz ableiten zu können.

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Blickpunkt

  • Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen:
    Colitis ulcerosa

    Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sind als chronisch entzündliche Darmerkrankungen bekannt. Es handelt sich dabei um Darmentzündungen, mit denen der Betroffene sich meist lebenslang auseinandersetzen muss. Kennzeichnend für chronisch entzündliche Darmerkrankungen ist, dass es in Intervallen zu schmerzhaften Entzündungsschüben kommt, die sich mit Phasen abwechseln, in denen die Symptome gar nicht oder nur abgeschwächt vorhanden sind.

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