Flüchtlinge: Diabetes und ihre Insulintherapie

I. Mögliche Barrieren

Über die medizinische Versorgung der in Deutschland ankommenden Flüchtlinge mit Diabetes und ihrer Insulinbehandlung ist bisher wenig bekannt. Eine der großen Barrieren stellen:

  • mangelnden Sprachkenntnisse,
  • fehlendes Wissen zu Schrift- /Wortzeichen,
  • unterschiedliche traditionelle Ernährung in den Herkunftsländern,
  • Zeit- und Termintreue, die möglicherweise großzügig ausgelegt werden, dar.

II. Haupt-Herkunftsländer der Flüchtlinge im Jahr 2015

Laut Statistik „Aktuelle Zahlen zu Asyl“ vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge stammen im Dezember 2015 über die Hälfte von Ihnen aus Syrien.

III. Diabeteshäufigkeit im Vergleich zu Deutschland

Die folgende Tabelle bildet die Diabetespatienten pro Land und die Häufigkeit der Erkrankung in Prozent ab:

Land Diabetespatienten Diabeteshäufigkeit [%]
Deutschland 7.279.350 11,5
Syrien 875.710 7,4
Afghanistan 805.220 6,2
Irak 1.291.210 7,6
Eritrea 149.660 4,9
Pakistan 6.943.790 6,8

Quelle: IDF Diabetes Atlas Sixth Edition (2014)

IV. Insulintherapie und Ernährung

In puncto Essen und Trinken gelten für Menschen mit Diabetes dieselben Empfehlungen wie für andere Menschen. Die Besonderheit ist: Insulinbehandelte Typ-1- und Typ-2-Diabetiker sollten die Zusammensetzung der Lebensmittel kennen und den Gehalt an Kohlenhydraten/Broteinheiten (BE) abschätzen können. Nur dann können sie die richtige Insulindosis berechnen, die den Blutzuckerspiegel nach einer Mahlzeit einigermaßen konstant hält: Er soll weder zu hoch ansteigen noch zu tief sinken, sondern möglichst Werte wie beim Gesunden aufweisen.

Die Menge der Kohlenhydrate in einer Mahlzeit wird mit einer einfachen Rechengröße beschrieben. Je nach Land sind Broteinheiten (BE) oder Kohlenhydrateinheiten (KE) üblich. Eine BE entspricht 12 g, eine KE 10 g Kohlenhydraten. Welche Einheit man benutzt, spielt keine Rolle, solange Arzt, Diabetesberaterin und Patient die gleiche Menge an Kohlenhydraten meinen.

Um realistisch einschätzen zu können, wie viele BE/KE einem Frühstück/Mitttag- oder Abendessen stecken, braucht es Kenntnisse, Übung und Routine. Wir haben für die wichtigsten Herkunftsländer der Asylbewerber die Hauptmahlzeiten mit den entsprechenden Nährwertangaben recherchiert und berechnet – auch im Vergleich zu dem in Deutschland üblichen Essen.

V. Insulintherapie und Fasten

Ein weiterer Knackpunkt sind die teils langen Fastenzeiten. So wird der Ramadan dieses Jahr von 6. Juni bis zum 4. Juli gehen. Für orthodoxe Christen sind 180 Fastentage im Jahr Pflicht, wobei das „große Fasten“ 55 Tage dauert.

Hierarchie
Gesundheitstipp: Flüchtlinge: Diabetes und ihre Insulintherapie

Krankheiten & Symptome

Erkältung

Grippe

Halsschmerzen

Husten

ADHS

Adipositas

Adipositas; Diabetes

ADS

Akne

Alkoholkrankheit

Allergie

Allergische Rhinitis

Allergischer Schnupfen

Alzheimer

Angst

Angststörungen

Anorexia nervosa

Arterienverengung

Arteriosklerose

Arthritis

Arthrose

Arzneimittelunverträg …

Asthma

Autismus

Bauchschmerzen

Blähungen

Blasen- oder Lungenent …

Blasenschwäche

Blutdruck

Blutgerinnung

Bluthochdruck

Blutvergiftung

Borreliose

Bronchitis

Brustkrebs

Bulimie

Burnout-Syndrom

CED

Cervix Karzinom

Chronical Obstructive …

Chronisch Entzündlich …

Chronische Erkrankunge …

Chronischer Bronchitis

Colitis ulcerosa

Colitisulcerosa

COPD

Darmkrebs

Darmträgheit

Demenz

Depression

Depressionen

Depressionen; Diabetes

Dermatitis solaris acu …

Diabetes

Diabetes mellitus

Diabetischer Fuß

Diphtherie

Disstress

Durchblutungsstörung

Durchblutungsstörunge …

Durchfall

Dyspepsie

Eisenmangel

Eiszapfen-Effekt

Entzündungen

Enuresis

Epilepsie

Erbrechen

Erektile Dysfunktion

Erektionsstörung

Erschöpfung

Erschöpfungssyndrom

Fahrangst

Fettleber

Fibromyalgie

Fibromylagie

Fibromylagiesyndrom

Fieber

Flugangst

Fraktur

Frühsommer-Meningo-En …

FSME

Fuß- und Nagelpilz

Fußschmerzen

Ganzkörperschmerz

Gebärmutterhalskrebs

Glaukom

Glykiertem Hämoglobin

Grauer star

Grippe Impfung

Grüner Star

Gürtelrose

Haarausfall

Haemophilus influenza …

Hämophilie

Hämorrhoiden

Harnwegsentzündungen

Harnwegsinfektion

Hausstaubmilbenallergi …

HAut

Hautabschürfungen

Hautausschlag

Hauterkrankungen

Hautflecken

Hautkrebs

Hepatische Encephalopa …

Hepatitis

Hepatitis A

Hepatitis B

Herbst

Herz

Herz-Kreislauf-Erkrank …

Herzinfarkt

Herzkrankheit

Herzphobie

Herzrhythmusstörungen

Heuschnupfen

Hib

Husten und Gliederschm …

Hypoglykämie

Imfpung

Immunsystem

Influenza

Inhalationsallergie

Insektenstich-Allergie

Jodmangel

Keuchhusten

KHK

Kinderlähmung

Knochenmetastasen

Kopflausbefall

Kopfschmerzen

Krampfadern

Krebs

Kuhmilchallergie

Lähmungserscheinungen

Lebensmittelintoleranz

Leberkrebs

Leberverfettung

Leberzirrhose

Magenschmerzen

Magersucht

Makuladegeneration

Malaria

Manganmangel

Mangelerscheinung

Masern

Meningokokken

Metabolisches Syndrom

Migräne

Mineralstoffmangel

Morbus Crohn

Morbus Parkinson

MPS

Multiple Sklerose

Mumps

Muskelfaserriss

Muskelzerrung

Myom

Nagelpilzrkrankungen

Nasen-Nebenhöhlenentz …

Nebenhöhlenentzündun …

Neurodermitis

Niesen

Obstipation

Ohrgeräusche

Osteoporose

Parodontitis

PAVK

Pneumokokken

Polio

Pollenallergie

Polyarthritis

Prostatakrebs

Prüfungsangst

Psoriasis

Rauchgasvergiftung

Reflux

Reisekrankheit

Reizdarmsyndrom

Reizdarmsyndroms

Restless Legs Syndrom …

Rheuma

Rotaviren

Röteln

Rückenschmerzen

Scharlach

Schaufensterkrankheit

Schilddrüse

Schimmelpilzallergie

Schlafapnoe

Schlafstörungen

Schlaganfall

Schmerzen

Schnupfen

Schuppenflechte

Schwangerschaftsdiabet …

Schwerhörigkeit

Schwindel

Sehschwäche

Sepsis

Sexuelle Funktionsstö …

Sklerose

Sodbrennen

Sonnenallergie

Sonnenbrand

Speiseröhre

Stoffwechselkrankheit

Stoma

Stress

Thrombose

Thrombosen

Tierhaarallergie

Tinnitus

Tollwut

Toxoplasmose

Tumorerkrankung

Typ-1-Diabetes

Typ-2-Diabetes

Typhus

Übergewicht

Venenerkrankungen

Venenleiden

Verdauungsbeschwerden

Verdauungsstörungen

Vergiftung

Vergiftungen

Verstopfung

Vorhofflimmern

Wadenkrampf

Wechseljahresbeschwerd …

Windpocken

Winter

Wundentzündungen

Wundstarrkrampf

Zahn

Zahnverlust

Zecken

Zeckenbiss

Zöliakie

Zoster

Zukunftsangst

Zwangsstörungen

Blickpunkt

  • Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen:
    Colitis ulcerosa

    Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sind als chronisch entzündliche Darmerkrankungen bekannt. Es handelt sich dabei um Darmentzündungen, mit denen der Betroffene sich meist lebenslang auseinandersetzen muss. Kennzeichnend für chronisch entzündliche Darmerkrankungen ist, dass es in Intervallen zu schmerzhaften Entzündungsschüben kommt, die sich mit Phasen abwechseln, in denen die Symptome gar nicht oder nur abgeschwächt vorhanden sind.

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