Durchblutungsstörungen und Diabetes

Diabetiker leiden häufiger und früher an Durchblutungsstörungen als Nichtdiabetiker. Vor allem dann, wenn der Diabetes spät erkannt oder der Blutzucker nicht richtig eingestellt ist, steigt das Risiko für arteriosklerotische Gefäßveränderungen.

Zu viel Zucker im Blut schädigt die Arterienwände, es kommt zu Ablagerungen, die Wände der Blutgefäße verdicken sich und der Blutfluss wird gestört. Beim Diabetiker können sowohl die großen Gefäße (Makroangiopathie) als auch die Endstrombahnen des Gefäßsystems, die kleinen Kapillaren, betroffen sein (Mikroangiopathie). Daher muss frühzeitig für eine Verbesserung der Durchblutung gesorgt werden.

Durchblutungsstörungen der kleinen Gefäße

Alle Organe, die von vielen feinen Gefäßen durchblutet werden, sind bei Diabetikern gefährdet: Augen, Nieren, Nerven und Füße. Sauerstoff und Nährstoffe werden durch verdickte Gefäßwände auf dem Weg zu den Zellen behindert. Es entsteht ein Sauerstoff- und Nährstoffmangel und das Gewebe wird geschädigt. Bei schlechter Blutzuckereinstellung sind besonders die Füße betroffen. Ein Diabetiker muss daher besonders gute Fußpflege betreiben und seine Füße regelmäßig untersuchen. Auch die Augengefäße können betroffen sein und ein Diabetiker sollte regelmäßig vom Augenarzt kontrolliert werden. Um Schäden der Nieren zu vermeiden, ist auch hier eine regelmäßige Kontrolle angezeigt. Zudem sollten regelmäßig die Reflexe kontrolliert werden, um eine Nervenschädigung rechtzeitig zu erkennen.

Durchblutungsstörungen der großen Gefäße

Bei Verengung der großen Arterien des Herzens ist die Gefahr einer Thrombusbildung erhöht und ein Herzinfarkt droht. Diabetiker entwickeln drei bis fünf Mal häufiger Verschlusskrankheiten in den Herzkranzgefäßen. Mehr als Dreiviertel der Zuckerkranken sterben am Herzinfarkt.

Im Gehirn können Durchblutungsstörungen einen Schlaganfall auslösen. Durchblutungsstörungen in den großen Gefäßen der Beine führen zur peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (AVK), die im Volksmund als Schaufensterkrankheit bezeichnet wird.

Zusammen mit vorliegenden Störungen der Zirkulation in den kleinsten Gefäßen begünstigen Durchblutungsstörungen der großen Beinarterien die Entstehung von diabetischen Gangrän (Hautgeschwüren). Offene Stellen an Beinen oder Füßen sind bei Diabetikern besonders schwer zu behandeln, weil die Wundheilung verschlechtert ist. Eine Abheilung dauert oft sehr viel länger als bei Nichtdiabetikern.

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Gesundheitstipp: Durchblutungsstörungen
Gesundheitstipp: Durchblutungsstörungen und Diabetes

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Blickpunkt

  • Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen:
    Colitis ulcerosa

    Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sind als chronisch entzündliche Darmerkrankungen bekannt. Es handelt sich dabei um Darmentzündungen, mit denen der Betroffene sich meist lebenslang auseinandersetzen muss. Kennzeichnend für chronisch entzündliche Darmerkrankungen ist, dass es in Intervallen zu schmerzhaften Entzündungsschüben kommt, die sich mit Phasen abwechseln, in denen die Symptome gar nicht oder nur abgeschwächt vorhanden sind.

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