Diabetes

Mindestens sechs Millionen Diabetiker gibt es in Deutschland. Manche Statistiken sprechen sogar von über acht Millionen. Eine Zahl, die zu denken gibt. Experten machen deutlich, dass ein kontinuierlicher Anstieg der Krankheit erwartet wird:
Im Jahre 2010 sollen es bereits zehn Millionen Menschen sein. Immer häufiger entwickeln übergewichtige Jugendliche und junge Erwachsene einen Typ 2-Diabetes. Deshalb ist die früher verwendete Bezeichnung „Altersdiabetes“ nicht mehr richtig. Wichtig ist es zu wissen, was Diabetes eigentlich ist, wie er sich bemerkbar macht und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Was ist Diabetes?

Unter dem Begriff Diabetes mellitus werden Erkrankungen zusammengefasst, bei denen der Kohlenhydratestoffwechsel gestört ist. Im Blut wird Zucker in Form von Glukose transportiert. Glukose ist lebensnotwendig, da sie die Hauptenergiequelle des Körpers ist. Bei einem gesunden Menschen ist das aus der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) ausgeschiedenes Hormon Insulin dafür zuständig, damit Glukose in die Muskel oder Fettzellen aufgenommen werden kann. Bei Diabetikern hingegen kann das Pankreas entweder nicht ausreichend Insulin produzieren oder die Wirkung dieses Hormons ist gestört.

Was passiert im Körper?

Im natürlichen Stoffwechsel wird das körpereigene Hormon „Insulin“ benötigt, um Glukose (Traubenzucker) in die Körperzellen aufnehmen zu können. Der in der Nahrung vorhandene Zucker kann so in lebensnotwendige Energie umgewandelt werden. Wenn ein normaler Austausch nicht mehr funktioniert, verbleibt die Glukose im Blut und erzeugt ständig hohe Blutzuckerwerte.
Die Sicherstellung einer ausreichenden Insulinversorgung ist daher sehr wichtig. Wird Diabetes rechtzeitig erkannt und wirkungsvoll behandelt, können in der Folge Schädigungen der kleinen und großen Blutgefäße sowie der Nerven besser vermieden werden.

Typ 1 und Typ 2

Diabetes kann verschiedene Ursachen haben. Entsprechend dieser Ursachen wird diese Stoffwechselerkrankung in zwei Haupttypen eingeteilt. Dieser Differenzierung nach haben 99 Prozent der Betroffenen Diabetes Typ 2. Während dieser Männer und Frauen in jedem Alter betreffen kann, kommt der Typ 1 ausschließlich bei jungen Menschen vor und ist sehr selten.

Typ 2-Diabetes

Die meisten Menschen mit Typ 2-Diabetes sind über 50 Jahre und haben auf Grund von Überernährung (z.B. zu viel, zu fett, zu süß) und Bewegungsmangel ein deutliches Übergewicht. Bei dieser Diabetes-Form ist die Insulinproduktion und die Insulinwirkung in unterschiedlich ausgeprägter Weise gestört. Das gilt auch für das Auftreten von Symptomen: Manche Menschen spüren gar nichts von ihrem Diabetes.

Gewichtsreduktion, diabetesgerechte Ernährung und ein gezieltes Bewegungsprogramm sind zunächst die wichtigsten Therapiebausteine, um die Blutzuckerwerte zu normalisieren. Allerdings kann die Einnahme von Medikamenten und/oder das Spritzen von Insulin notwendig werden.

Typ 1-Diabetes

Diese Diabetes-Form tritt hauptsächlich bei jungen Menschen auf – In Deutschland gibt es schätzungsweise etwa 250.000 Menschen mit Typ 1-Diabetes. Der Typ 1-Diabetes macht sich meist durch plötzlich einsetzende Symptome bemerkbar: durch starken Durst (Polydipsie), häufigen Harndrang (Polyurie), massiven Gewichtsverlust und eine Übersäuerung des Blutes (Ketoazidose). Bei dieser Diabetes-Form muss von Anfang an Insulin gespritzt werden, weil in der Bauchspeicheldrüse nur noch wenig bis kein Insulin mehr herstellt wird.

Symptome

Diabetes verursacht verschiedene Symptome – muss aber nicht.
Grundsätzlich muss unterschieden werden zwischen
a) Symptomen, die durch den erhöhten Blutzucker auftreten und
b) Symptomen, die durch Folgeschäden an den entsprechenden Organen oder Geweben verursacht werden

Typ 2-Diabetes

Ein Typ 2-Diabetes ist oft lange Zeit ohne Symptome und wird deshalb oft erst spät erkannt. Bei ungefähr 75 Prozent aller Menschen mit so genanntem Altersdiabetes wird die Diagnose im Rahmen anderer Untersuchungen gestellt. Anzeichen können sein:

  • Wohlstandssyndrom: Übergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung
  • Sehstörungen
  • Nerven-/Empfindungsstörungen
  • Impotenz
  • übermäßiger Durst
  • häufiges Wasserlassen
  • Infektionsneigung (Pilzinfektionen, Furunkel)
  • Wundheilungsstörungen

Der erhöhte Blutzucker macht sich vor allem beim Typ 1-Diabetes bemerkbar durch :

  • übermäßigen Durst
  • häufiges Wasserlassen
  • Müdigkeit
  • Leistungsminderung
  • Abwehrschwäche
  • Übelkeit und Erbrechen

Unterschiedliche Untersuchungen

Diabetes kann auf unterschiedliche Art entdeckt werden. Beim Typ 1-Diabetes sind die Symptome gravierend und meist ist eine umgehende ärztliche Versorgung und Einstellung des Diabetikers auf Insulin erforderlich. Ein Typ 2-Diabetes hingegen wird bei Routineuntersuchungen oft zufällig entdeckt.
Da der Typ 2-Diabetes häufig mit anderen Erkrankungen auftritt, sollten Patienten mit Bluthochdruck (Hypertonie), Fettstoffwechselstörungen oder Übergewicht vermehrt auf Diabetes untersucht werden. Die Kombination dieser Erkrankungen (Übergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung) wird auch als Wohlstandssyndrom oder „metabolisches Syndrom“ bezeichnet.

Diabetes ist vererblich

Gibt es innerhalb der Familien schon Diabetes, sollten Angehörige besonders aufmerksam untersucht werden. Ist ein Typ 1-Diabetes innerhalb einer Familie bekannt, kann ein spezieller Antikörpertest durchgeführt werden, um das individuelle Diabetes-Risiko abzuschätzen. Da die Vererblichkeit des Typ 2-Diabetes höher ist als beim Typ 1-Diabetes, sollten Kinder oder Geschwister von Menschen mit Typ 2-Diabetes intensiver überwacht werden.

Diabetes in der Schwangerschaft

Auch in der Schwangerschaft kann ein Diabetes auftreten. Vier Prozent aller Schwangeren entwickeln einen so genannten Gestationsdiabetes. Deshalb wird werdenden Müttern über dem 30. Lebensjahr eine Vorsorgeuntersuchung auf Diabetes empfohlen, jüngeren Frauen nur bei entsprechenden Symptomen oder vorhandenen Risikofaktoren. Zu diesen Risikofaktoren zählen: Deutliches Übergewicht (BMI >/= 27), Diabetes in der Familie, bereits aufgetretener Schwangerschaftsdiabetes, Geburt eines mehr als 4000 g schweren Kindes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung, gestörte Glukosetoleranz oder erhöhter Nüchternblutzucker.

Die Blutzuckermessung

Bei unklaren Fällen sollte der orale Glukosetoleranztest (OGT) unbedingt durchgeführt werden. Es gibt viele Patienten, die einen normalen Nüchternblutzucker haben, aber ein von der Norm abweichendes Ergebnis bei diesem Belastungstest. Auch in diesen Fällen liegt Diabetes vor. Drei Tage vor dem Test wird die Ernährung auf überwiegend kohlenhydrathaltige Nahrung umgestellt. Auf nüchternen Magen wird eine Standardlösung mit einer festgelegten Menge Traubenzucker eingenommen. Die Blutzuckerwerte werden dann jeweils eine und zwei Stunden nach Einnahme der Glukoselösung bestimmt. Überschreitet der nach zwei Stunden gemessene Wert 140 mg/dl, so liegt eine eingeschränkte Glukosetoleranz vor. Liegt der zwei-Stunden-Wert bei über 200 mg/dl, handelt es sich um Diabetes.

Der orale Glukosetoleranztest

Der Blutzucker wird nüchtern aus dem Blut bestimmt. In der Regel wird der Blutzucker aus dem Venenblut bestimmt, das durch eine Blutabnahme aus der Ellenbeuge gewonnen wird. Bei einem Nüchternwert von über 125 mg/dl sollte ein oraler Glukosetoleranztest durchgeführt werden. Ist nach zwei Stunden der Wert immer noch zu hoch, muss von Diabetes ausgegangen werden.

Der Urintest

Bei einer Überzuckerung können im Urin ebenfalls bestimmte Werte – Blutzucker und Ketonkörper mit einem Teststreifen gemessen werden. Doch diese Teststreifen können falsch negative Blutzuckerbefunde ergeben, da Blutzucker im Urin erst beim Überschreiten der Nierenschwelle und damit einer Konzentration von 150-180 mg/dl gemessen werden kann. Gering erhöhte Werte, die ebenfalls behandlungsbedürftig sind, werden mit einem Urintest nicht erfasst.

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  • Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen:
    Colitis ulcerosa

    Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sind als chronisch entzündliche Darmerkrankungen bekannt. Es handelt sich dabei um Darmentzündungen, mit denen der Betroffene sich meist lebenslang auseinandersetzen muss. Kennzeichnend für chronisch entzündliche Darmerkrankungen ist, dass es in Intervallen zu schmerzhaften Entzündungsschüben kommt, die sich mit Phasen abwechseln, in denen die Symptome gar nicht oder nur abgeschwächt vorhanden sind.

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