Parodontitis (Zahnfleischbluten)

Ein gesundes Zahnfleisch erfüllt viele wichtige Funktionen…
Das Zahnfleisch (Gingiva) umschliesst den sichtbaren Zahn dicht (Epithelansatz). Da die Mundhöhle und die Zähne von einer Vielzahl an Bakterien und Keimen besiedelt sind, bildet dieser Abschluss einenwichtigen Schutz des Körperinneren vor Infektionen.

Dabei spielt in hohem Masse auch die biologische Funktions- und Reaktionsfähigkeit des Bindegewebes und der Blutversorgung eine Rolle, denn hierüber kann der Körper und das Immunsystem auf bakterielle Angriffe antworten.

Voraussetzung für die Aufrechterhaltung dieser Schutzfunktion des Zahnfleisches ist, dass die bakterielle Belastung an dieser sensiblen Grenzfläche zwischen Zahn- und Zahnfleisch nicht zu groß wird.

Zahnfleischbluten – Neue wissenschaftliche Erkenntnisse beweisen: Dieses Thema ist ernster, als Sie meinen.
Wer kennt das nicht „den Biss in den Apfel … oh, Zahnfleischbluten!“.
Muss man sich darüber Gedanken machen? Wenn ja, welche Folgen sind zu befürchten? Was kann dagegen unternommen werden? Jedenfalls würde es wohl niemand einfach hinnehmen, wenn irgendeine andere Stelle des Körpers ständig bluten würde. „Normal“ ist Zahnfleischbluten nicht, auch wenn keine Schmerzen spürbar sind.

Die Ursachen für Zahnfleischbluten

Zunächst ist an einer solchen Stelle bei genauer Betrachtung ein weisslicher Belag zu erkennen (Plaque). In diesem Belag sammeln sich immer mehr Bakterien an, die zu einer ersten entzündlichen Reaktion des Gewebes führen, um den Körper vor diesem Angriff zu schützen.
Jede Entzündung löst vermehrte Durchblutung des Gewebes aus, erkennbar an der stärkeren rötlichen Farbe. Zweck dieser Reaktion ist, mehr Abwehrzellen des Immunsystems an die Stelle des Angriffs zu bringen.
Zahnfleischbluten ist die sichtbare Folge und muss als deutliches Warnsignal verstanden werden!

Zahnfleischbluten hat Folgen für Zähne und Körper

Ist der Zellverbund zwischen Zahnfleisch und Zahn erst einmal geschwächt oder gar zerstört, können die gefährlichen Bakterien aus der Plaque in die Blutbahn des Körpers gelangen. Es kommt zu einer sogenannten Bakteriämie, d.h. einer zeitweisen Überschwemmung des Blutes mit Bakterien. Dort können diese in negativer Weise zur Auslösung oder Verschlimmerung einer Reihe von Krankheiten, wie Herzinfarkt, Schlaganfall, bakterielle Lungenentzündung, Diabetes Mellitus aber auch Frühgeburtenrisiko und geringes Geburtsgewicht beitragen.
Es geht mit der Zahngesundheit und dem Warnsignal Zahnfleischbluten um viel mehr als „nur“ die Zähne. Wenn das Zahnfleisch blutet, ist also dringend der Besuch bei einem Zahnarzt Ihres Vertrauens nötig, der Ihr „Parodont“ (Zahnhalteapparat) mit Ihnen gemeinsam wieder zur Heilung bringt, so dass auch diese gefährliche Eintrittspforte für lebensbedrohliche Keime in den Organismus geschlossen wird.

Prophylaxe-Massnahmen in der Zahnarztpraxis

Ein sauberer Zahn wird nicht krank. Diese alte Regel gilt nach wie vor. Doch was heißt sauber, wenn wir es mit Mikroorganismen zu tun haben? Es geht sicher nicht nur um die Entfernung schon mit bloßem Auge erkennbarer Zahnbeläge oder „Nahrungsreste“, wie viele glauben. Wichtig ist, dass auch der nicht sichtbare „Biofilm“ aus Bakterien und Zellresten entfernt wird, der die ökologische Basis für die Keime auf Zahnfleisch und Zähnen bildet. Dieser lässt sich nur aus einer Kombination von Ultraschallenergie und sanfter Chemie entfernen, wofür in der modernen Zahnarztpraxis heute entsprechende Geräte zur Verfügung stehen.
Diese professionelle Zahnreinigung bildet die Grundlage für die weitere Behandlung, falls die Entzündung bereits auf andere Gewebe des Zahnhalteapparates als nur dem Zahnfleisch übergegriffen hat und aus der Gingivitis eine Parodontitis (oft fachlich falsch auch als Parodontose bezeichnet) geworden ist.

Risikofaktoren

So wie Parodontalerkrankungen auch ernsthafte Auswirkungen auf die allgemeine Gesundheit haben können, so gilt umgekehrt auch, dass einige Erkrankungen oder Gewohnheiten das Risiko für eine Parodontalerkrankung erhöhen oder die Heilungschancen verschlechtern.

Alle Erkrankungen, die mit einer schlechteren Blutversorgung oder -gerinnung einhergehen gehören hierzu. Vor allem aber Diabetes, HIV Infektion, Hepatitis. Oftmals kann der Zahnarzt für diese Erkrankungen in der Mundhöhle am Zahnfleisch die ersten Signale finden. Dies ist gerade bei Diabetes sehr wichtig: Je früher er erkannt und behandelt wird, umso länger bleibt er gut eingestellt und ohne Folgeschäden.

Das Rauchen von mehr als 5 Zigaretten pro Tag verschlechtert die Durchblutung im Zahnfleischbereich bereits derartig, dass ein Behandlungserfolg einer schweren Parodontitis ohne Raucherentwöhnungskur vergeblich sein kann. Viele Zahnarztpraxen bieten deshalb heute bereits Hilfe bei der unterstützten Raucherentwöhnung oder arbeiten mit entsprechenden Spezialisten zusammen.

Mundgeruch

Sicher haben auch Sie jemanden in Ihrem persönlichen Umfeld, den Sie nicht „riechen“ können. Mundgeruch (Halitosis), der meist durch Bakterien aus der Mundhöhle, oft auch bei parodontal kranken Patienten, verursacht wird, kann hier die Ursache sein. Dies kann für denjenigen, der darunter leidet, auch unbemerkt bleiben, falls ihn niemand darauf aufmerksam macht.
Meist verschwindet der Mundgeruch auch mit der Behandlung der Parodontitis. Der Zahnarzt kann aber darüber hinaus noch Tipps und Hilfe geben, indem der Patient Zungenreinigung erlernt und spezielle Mundhygieneprodukte benutzt, die geruchsbildende Bakterien gezielt bekämpfen. Es gibt also für Mundgeruch in aller Regel eine nachhaltige Lösung.

Empfehlenswerte häusliche Prophylaxe

Wichtige Punkte sind:

Eine Zahnbürste muss gut in der Hand liegen, einen kleinen dem Zahnbogen entsprechenden Bürstenkopf mit weichen abgerundeten Borsten haben. Lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt oder Apotheker beraten, welche Zahnbürsten wirklich genügend gut abgerundete Borsten haben. Sie spüren den Qualitätsunterschied auf Ihrem Zahnfleisch.

Diese sollte so angewandt werden, dass nicht durch falsche Bewegung oder zu hohen Druck Schäden an Zähnen, Zahnfleisch oder gar Kieferknochen verursacht werden.
Hierauf wird im Mundhygienetraining in der Zahnarztpraxis besonders hingewiesen.
Ausser der üblichen Fluoridzahnpasta ist zur Reduktion von Keimen nach Anweisung auch das Einbürsten von Chlorhexidin-Gel zur Kariesprophylaxe notwendig, wenn sich zeigt, dass die Zähne von zu vielen kariesverursachenden Mutans Streptokokken besiedelt sind.
Oftmals ist die Anwendung einer elektrisch betriebenen Bürste empfehlenswert, um Ihnen die optimale und schonende Mundhygiene zu erleichtern.

Für die Zahnzwischenraumreinigung sollten je nach Gebisszustand und Empfehlung Ihrer Praxis, Zahnseide, Zahnhölzer oder sogenannte Zahnzwischenraumbürstchen (z.B. Oral Prevent) verwendet werden.
Für die Zahnpflege zwischendurch haben sich Kaugummis mit einem hohen Anteil an Xylitol als natürlichen Zuckeraustauschstoff bewährt. Dieser Stoff bewirkt eine Reduktion der Mutans Streptokokken und hilft bei Kindern ausserdem bei der Prophylaxe von Mittelohrentzündungen, wenn 3 mal täglich 2 Kaugummis gekaut werden und der Xylitol-Anteil ausreichend hoch ist. Es gibt in der Apotheke auch entsprechende Lutschtabletten, falls Kaugummikauen nicht erwünscht ist.

Die mechanische Mundhygiene sollte durch Mundspüllösungen unterstützt werden. Je nach Empfehlung sollte zur Fluoridspülung eine keimreduzierende Spülung in der von Ihrer Praxis empfohlenen Dosierung eingesetzt werden. Diese erhalten Sie ebenfalls in Ihrer Apotheke.
Grundsätzlich sollte der Zungenrücken in die Mundhygiene mit einbezogenwerden. Dies kann durch Bürsten des Zungenrückens mit der Zahnbürste oder durch Anwendung spezieller Zungenreiniger geschehen.

Diese Massnahme schützt Sie in Verbindung mit der Zahnzwischenraumreinigung und der eventuellen Verwendung spezieller Präparate zur Reduktion Mundgeruch verursachender Bakterien nachhaltig vor Mundgeruch.
Mit so gepflegten Zähnen und mit Ihren professionellen Partnern in Zahnarztpraxis und Apotheke können auch Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch so gesund aussehen und ein Lächeln aus einem gesunden Köper unterstützen.

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  • Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen:
    Colitis ulcerosa

    Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sind als chronisch entzündliche Darmerkrankungen bekannt. Es handelt sich dabei um Darmentzündungen, mit denen der Betroffene sich meist lebenslang auseinandersetzen muss. Kennzeichnend für chronisch entzündliche Darmerkrankungen ist, dass es in Intervallen zu schmerzhaften Entzündungsschüben kommt, die sich mit Phasen abwechseln, in denen die Symptome gar nicht oder nur abgeschwächt vorhanden sind.

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