Ärztliche Behandlung

Können die Beschwerden durch die Hautpflege alleine nicht gelindert werden, ist der Besuch des Hautarztes anzuraten.

Wirksam wird die Neurodermitis mit Lichttherapie behandelt. Dabei wird die Haut zwei bis drei Mal in der Woche mit UV-Licht bestrahlt. Diese Methode verbessert das Hautbild deutlich. Gleiche Effekte sind auch durch einen Aufenthalt an der See oder im Hochgebirge zu erzielen. Bei der Balneo-Phototherapie wird die UV-Bestrahlung mit einem wohltuenden Bad in mineralreichem Salzwasser kombiniert. Durch diese Behandlung wird das wohltuende Klima des Toten Meeres immitiert, das nachweislich eine beschwerdelindernde Wirkung auf die Neurodermitis-Haut hat.

In Phasen akuter Verschlimmerung, verordnet der Hautarzt Kortikosteroide über einen Zeitraum von wenigen Tagen bis zu einer Woche. Kortison wirkt stark entzündungshemmend und lindert den Juckreiz. Die übermäßige Anwendung kann aber zu Hautverdünnung, Dehnungsstreifen und steroid-bedingter Akne führen.

Gegen quälenden Juckreiz sind auch Antihistaminikatabletten wirksam. Vor allem Heuschnupfensymptome werden mit Antihistaminika behandelt, weil sie die Freisetzung von Histamin aus den Zellen verringern. Histamine lösen Juckreiz und Entzündungen aus. So wird eine positive Wirkung auf den Juckreiz bei Neurodermitis erreicht.

Gelegentlich werden bei Neurodermitis auch die immunsuppressive Medikamente angewendet. Immunsuppressiva beeinflussen einige der an Entzündungsreaktionen beteiligten Prozesse. Sinnvoll können sie bei Neurodermitis mit ungewöhnlich starker Ausbreitung sein, wenn andere Behandlungen erfolglos bleiben.

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Blickpunkt

  • Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen:
    Colitis ulcerosa

    Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sind als chronisch entzündliche Darmerkrankungen bekannt. Es handelt sich dabei um Darmentzündungen, mit denen der Betroffene sich meist lebenslang auseinandersetzen muss. Kennzeichnend für chronisch entzündliche Darmerkrankungen ist, dass es in Intervallen zu schmerzhaften Entzündungsschüben kommt, die sich mit Phasen abwechseln, in denen die Symptome gar nicht oder nur abgeschwächt vorhanden sind.

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