Minderung der Beschwerdesymptomatik bei Inhalationsallergie durch Schwarzkümmelöl

Im Ägyptischen Museum in Kairo kann sie jeder bewundern: eine über 3300 Jahre alte Flasche mit dem Öl der Schwarzkümmelpflanze. Sie wurde bei der Mumie des Königs Tutenchamun (1347 bis 1337 v. Chr.) gefunden, dem sein Volk dieses Öl neben Goldschätzen ins Grab legte. Der griechische Arzt Hippokrates (460 bis 375 v. Chr.) erwähnte eine Pflanze mit dem Namen Melanthion, zu deutsch Schwarzblume, wobei nicht ganz geklärt ist, ob damit der heutige Schwarzkümmel gemeint war.

In der Bibel wird im Alten wie im Neuen Testament Schwarzkümmel erwähnt. So beschreibt das Alte Testament bäuerliches Know-how im Gleichnis vom Landmann (Jesaja 28, 24 bis 29): „Pflügt etwa der Pflüger allezeit, um zu säen, reißt er auf und eggt seinen Acker? Nein! Er streut Dill und sät Kümmel, legt Weizen und Gerste und Emmer bis an den Rand, sobald er seine Fläche geebnet. Damit dies recht geschieht, unterweist und belehrt ihn sein Gott.

Denn nicht mit dem Schlitten drischt man den Dill, führt das Wagenrad nicht über den Kümmel, sondern mit dem Stab drischt man den Dill aus, mit dem Stecken den Kümmel.“

Als alte Kulturpflanze erscheint Schwarzkümmel im Capitulare Karls des Großen. Karl der Große (747 bis 814 n. Chr.) und sein Sohn Ludwig der Fromme (778 bis 840 n. Chr.) sollen den Befehl erteilt haben, Schwarzkümmel auf den europäischen Landgütern anzubauen. Der Arzt, Naturforscher und Philosoph Philippus Aureolus Theophrastus Paracelcus (1493/94 bis 1541 n. Chr.) erwähnte die Pflanze ebenfalls in seinen Werken. In den Kräuterbüchern des 16. und 17. Jahrhunderts – z. B. im New Kreuterbuch aus dem Jahre 1626 von Matthiolus – findet sich der „Schwarze Coriander“ als Diuretikum, Emmenagogum, Galaktagogum, Antiasthmatikum und gegen Flatulenz. Sein Öl könne bei Verhärtungen, Geschwülsten der Milz, äußerlich bei beginnendem grauen Star, Hautleiden, Hühneraugen, Zahnschmerzen und Schnupfen helfen.

Schwarzkümmel schien im deutschen Raum in Vergessenheit geraten zu sein, als der deutsche Arzt Dr. Peter Schleicher ihn 1994 wieder entdeckte. Das wertvolle Pferd seiner Tochter war an Asthma erkrankt und erhielt auf Empfehlung eines Tierarztes aus Ägypten Schwarzkümmelsamen ins Futter gemischt. Das Pferd wurde gesund, und der Samen wurde im Institut zur Erforschung neuer Therapieverfahren chronischer Krankheiten und Immunologie untersucht. Der Arzt verfasste 1996 einen Laienratgeber über den Schwarzkümmel.

Samen und Öl des Schwarzkümmels gehören heute noch im arabischen Raum zu den wichtigsten Gewürzen.

Schwarzkümmelsamen wurden seit alters her als Heilmittel verabreicht. Die Samen wurden gegessen, als Tee aufgebrüht oder in Säckchen gefüllt und inhaliert. Das Pressöl trug man auf die Haut auf oder nutzte es als Badezusatz. Im Laufe der Jahrhunderte kam der Schwarzkümmel bei vielfältigen Indikationen zum Einsatz: Erkältungen, Kopf-, Ohren- und Zahnschmerzen, rheumatische Erkrankungen, Magen-Darm-

Beschwerden, Bronchialasthma, Ekzeme, Bluthochdruck, alle Krebsarten, zur Schweißhemmung, Milchbildung, bei Gebärmutter- und Kindbetterkankungen, Regelbeschwerden, zur Potenzsteigerung und Abtreibung, als Diuretikum, bei Hämorrhoiden, gegen Würmer und bei Fieber, auch nach giftigen Stichen und Bissen.

Schwarzkümmel enthält Calcium, Eisen, Natrium und Kalium. Hauptbestandteil ist das fette Öl, das Oleum nigellae sativae. Es ist gelblich oder rötlich bis braun gefärbt und riecht stark aromatisch; der Geruch wird als pfeffrig beschrieben. Es setzt sich hauptsächlich aus Fetten zusammen, die folgende Fettsäuren enthalten: Myristin-, Palmitin-, Palmitolein-, Stearin-, Öl-, Linol- und Linolen-, Arachin-, Eikosaen- und Arachidonsäure. Die zweifach ungesättigte Linolsäure ist mit einem Anteil von 55 bis 60 Prozent, die einfach ungesättigte Ölsäure mit 22 bis 25 Prozent und die gesättigte Palmitinsäure mit 12 bis 14 Prozent am häufigsten vertreten.

In zwei plazebokontrollierten und zwei offenen Anwendungsbeobachtungen jeweils mit Kindern (Studien I-II) oder Erwachsenen (Studien III-IV) wurde der Effekt von N. sativa bei der Inhalationsallergie, eine der häufigsten allergischen Erkrankung untersucht. Die Patienten nahmen täglich pro kg Körpergewicht 40 mg Schwarzkümmelöl Immerfit von Phyt-Immun. Zur Erfassung des Befindlichkeitsscores als Hauptgröße wurden standardisierte Erhebungsbögen genutzt, in welchen eine Skalierung von ausgewählten klinischen Beschwerden im Arzt-Patientengespräch erfasst und durch Summation zu einem Score zusammengefasst wurden. Alternativ sind in den Studien I-II die Änderungen der Symptome vor/und nach Behandlung dokumentiert worden. Die Messung von Laborparametern erfolgte zur Erklärung von Wirkmechanismen des Schwarzkümmelöls.

In allen Studien nahm der Befindlichkeitsscore während der Behandlung ab. Besonders ausgeprägt war die Befundbesserung bei etwa 80% der Kinder mit Rhinitis allergica in den Studien I-II, wogegen unter Plazeboeinnahme lediglich Befundbesserungen bei 45% in Studie I und bei 22% in Studie II erfasst wurden. In der Studie III zeigte sich bei Erwachsenen sowohl in der Verum- als auch der Plazebogruppe eine Befundbesserung, welche sich nicht signifikant unterschied, da die Einnahmezeit von 3 Wochen zu kurz war. Die ausgeprägteste Wirksamkeit war wiederum bei allergischem Schnupfen der Erwachsenen in der Studie IV zu beobachten.

Bereits geringe Konzentrationen der Nigella sativa Wirksubstanzen hemmten effektiv die Histaminfreisetzung der Mastzellen. Mastzellstabilisatoren wie z.B. Cromoglyzinsäure haben in der modernen Medizin einen festen Platz zur Behandlung von Inhalationsallergien.

Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass Schwarzkümmel die klinischen Symptome allergischer Beschwerden wirksam bessert. Möglicherweise ist durch eine Steigerung der Dosis die klinische Wirksamkeit noch zu erhöhen. Auch wird eine positive Wirkung auf den Fettstoffwechsel registriert.

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  • Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen:
    Colitis ulcerosa

    Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sind als chronisch entzündliche Darmerkrankungen bekannt. Es handelt sich dabei um Darmentzündungen, mit denen der Betroffene sich meist lebenslang auseinandersetzen muss. Kennzeichnend für chronisch entzündliche Darmerkrankungen ist, dass es in Intervallen zu schmerzhaften Entzündungsschüben kommt, die sich mit Phasen abwechseln, in denen die Symptome gar nicht oder nur abgeschwächt vorhanden sind.

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