Gut zu wissen ,

Im Fasching als Diabetiker

Die fünfte Jahreszeit ist in manchen Hochburgen wie Köln, Mainz oder Aachen von ausgelassener Stimmung, fröhlichem Tanzen auf der Straße und dem „Zug durch die Kneipen“ gekennzeichnet. Ausgelassene Freude und das eine oder andere Gläschen Bier, Wein oder auch ein Schnaps gehören dazu, wenn die bunt verkleideten Menschen den Winter austreiben.

Sobald die gesamt Bevölkerung zu den karnevalistischen Aktivitäten aufbricht, gehören mindestens zehn bis zwölf Prozent zur Gruppe der Diabetiker. So hoch ist die Rate derer, deren normale Blutzuckerregulation nicht mehr ausreichend funktioniert und die antidiabetische Medikamente einnehmen oder Insulin injizieren müssen.
Im närrischen Treiben sollten diese Personengruppen aber einige wichtige Informationen beherzigen. Alkohol greift in die Regulation des Blutzuckers ein, vor allem die süßen Weine, Bier und auch hochprozentige Schnäpse sorgen für das Ansteigen des Blutzuckerspiegels. Andererseits hemmt er aber auch die Freisetzung der Glukose aus der Leber, und der Blutzuckerspiegel kann gefährlich absinken. Verstärkt wird dieser Effekt noch, wenn orale Antidiabetika oder Insulin zugeführt werden müssen.

Im Karneval/Fasching gehört Alkohol zum fröhlichen Treiben für die meisten Menschen unbedingt dazu. Auch Diabetiker müssen nicht komplett auf Alkohol verzichten, sie sollen allerdings auf die besondere Wirkung achten, damit es nicht zu einem bedrohlichen Absingen der Blutzuckerspiegel kommt. Auch die vermehrte körperliche Aktivität beim Tanzen auf der Straße trägt zum vermehrten Glukoseverbrauch und somit zur Blutzuckerabsenkung bei. Wird ein Diabetiker im Faschingstreiben wegen einer Unterzuckerung bewusstlos, kann es lange dauern, bis der wahre Grund dafür festgestellt wird, weil allgemein angenommen wird, dass der Betroffene zu tief in Glas geschaut hat.
Diabetiker sollten deswegen während der närrischen Aktivitäten häufiger ihren Blutzucker messen, damit eine drohende Unterzuckerung rechtzeitig erkannt wird. Ein Stück Traubenzucker sollte daher immer zur Hand sein. Weil sich die Unterzuckerung auch noch verzögert einstellen kann, ist es ratsam, vor dem Schlafengehen den Blutzucker erneut zu messen und notfalls noch eine kleine Spätmahlzeit einzunehmen.

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