Gut zu wissen

Hochwertige Ernährung im Alter ist Prävention

Hochwertige  Ernährung im Alter ist Prävention

Mit zunehmendem Lebensalter ändern sich der Stoffwechsel und häufig auch die Ernährung. Haben die Senioren das 70. Lebensjahr überschritten, geht die körperliche Aktivität oft zurück, Grundumsatz und Kalorienbedarf werden entsprechend geringer. Auch der Appetit lässt im Alter nach, bei gleichbleibendem Bedarf von Spurenelementen, Vitaminen und Mineralien.
Die Ernährung jenseits des 70. Lebensjahrs sollte Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme vermeiden und das Körpergewicht stabil gehalten werden. Wird Muskelmasse abgebaut, geht auch muskuläre Kraft verloren und das Sturz- und Frakturrisiko steigt an. Für den möglichst langen Erhalt der Muskelmasse ist nach Meinung von Professor Jürgen M. Bauer von der Apaglesius Bethanien-Krankenhaus in Heidelberg regelmäßige Bewegung und ausreichende Proteinzufuhr wesentlich. Eine einmal abgebaut Muskelmasse kann im Alter nur schwer wieder antrainiert werden, so Bauer. Er plädiert für die tägliche Aufnahme von 1 bis 1,2 Gramm Protein, das nicht allein durch Fleischprodukte zugeführt werden müsse, weil Milchzubereitungen wie Hartkäse einen hohen Protein- und Leucingehalt aufweisen.
Es kann im Alter auch zu einem Vitamin D-Mangel kommen, weil ein Aufenthalt im Freien mit Sonneneinstrahlung sehr reduziert bis überhaupt nicht mehr stattfindet. Hinzu kommt, dass eine gealterte Haut nicht mehr so gut in der Lage ist Vitamin D zu produzieren. Selbst wenn der Körper einen Teil dieses Vitamins selbst produzieren kann, benötigt er dazu das Sonnenlicht. Mit einem Vitamin D-Mangel zeigen sich negative Folgen für den Kalziumhaushalt und den Knochenerhalt.
Neben akuten Entzündungen wie Arthritis liegen im Alter auch chronisch-systemische Entzündungsprozesse vor, die nicht nur die Fitness einschränken, sondern im gesamten Organismus durch oxidativen Stress und freie Sauerradikale zu Belastungen führen. Daher raten Ernährungsmediziner zu einer klugen Ernährungsweise, die ausreichend Obst und Gemüse enthält, sowie mindestens einmal wöchentlich Fisch zum Ausgleich im Omega 3-Fettsäuren-Haushalt.
Insgesamt plädieren die Ernährungswissenschaftler für eine Vermeidung von Übergewicht in der Jugend und einer Mangelernährung im Alter. „In jedem Alter sei eine hochwertige und den individuellen Bedürfnissen des Individuums angepasste Ernährung die wichtigste Gesundheitsvorsorge; immer kombiniert mit ausreichender Bewegung“, so die Experten auf einer Pressekonferenz während dem diesjährigen Internistenkongress.

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  • Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen:
    Colitis ulcerosa

    Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sind als chronisch entzündliche Darmerkrankungen bekannt. Es handelt sich dabei um Darmentzündungen, mit denen der Betroffene sich meist lebenslang auseinandersetzen muss. Kennzeichnend für chronisch entzündliche Darmerkrankungen ist, dass es in Intervallen zu schmerzhaften Entzündungsschüben kommt, die sich mit Phasen abwechseln, in denen die Symptome gar nicht oder nur abgeschwächt vorhanden sind.

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