Wohlstandserkrankung mit hohem Erkrankungspotential

Die Entstehung von Übergewicht oder Adipositas kann sehr unterschiedliche Ursachen haben. Grundsätzlich entwickelt sich diese Phänomen bei Menschen immer dann, wenn mehr Kalorien täglich und langfristig mit der Ernährung aufgenommen werden, als durch Muskelarbeit, Bewegung oder sportliche Aktivität wieder verbraucht werden können. Nach der allgemeinen Definition beginnt das Übergewicht mit einem Body Mass Index von 25 kg/qm, ab BMI 30 liegt eine Adipositas vor. Von einer krankhaft starken Adipositas wird ab einem BMI von 40 kg/qm gesprochen.

Es ist allgemein bekannt, dass mit einer Adipositas ein erhöhtes gesundheitliches Risiko verbunden ist. Dieses ist nicht alleine abhängig vom absoluten Körpergewicht, sondern wird ganz wesentlich durch das Fettverteilungsmuster bestimmt. Befinden sich die Fettdepots vorwiegend in der Hüftregion und subkutan (unter der Haut) geht davon kaum ein relevantes Gesundheitsrisiko aus. Sind die Fettdepots vorwiegend im Bauchbereich als sogenanntes viszerales Fettgewebe angesiedelt, findet sich ein enger Zusammenhang zu Stoffwechselstörungen und einem erhöhten kardiovaskulären Risiko. Zu Feststellung des viszeralen Fettgewebes (androides Fettverteilungsmuster) ist auch der Umfang der Taille ein aussagekräftiges Maß. Mit einem einfachen Maßband wird der Bauchumfang ermittelt, wenn es in Höhe des Nabels um die Taille gelegt wird.

Die Regulierung des Körpergewichts unterliegt einem komplexen Prozess, der durch endogene (hormonelle) und exogene (Ernährung/Bewegung) beeinflusst wird. Wesentlich beteilig an der Nahrungsaufnahme und dem Energieverbrauch ist ein Aminosäuren-Protein, das Leptin genannt wird und von den Fettzellen gebildet wird. Von dort gelangt es direkt in den Blutkreislauf. Im Gehirn adressiert dieses Hormon ein Zentrum im Hypothalamus, das für Hunger und Sättigungsgefühl verantwortlich zeichnet. Gleichzeitig wird von Leptin auch das sympathische Nervensystem stimuliert, wodurch der Energieverbrauch in der Muskulatur gesteigert wird. Die Leptinkonzentration hängt eng mit der Körperfettmasse zusammen, deren Höhe im Blutplasma von weiteren hormonellen Signalen beeinflusst ist. So ist eine Promotion des Leptins durch Insulin und Glukokortikoide bekannt, und eine Inhibition wird durch Katecholamine und Androgene hervorgerufen. Daneben existieren eine Reihe weiterer zentral wirksamer Peptide, deren Funktion bei der Regulierung des Körpergewichts oder der Nahrungsaufnahme noch nicht ausreichend untersucht ist.
Zweifellos entstehen mit zunehmendem Körpergewicht Risikofaktoren, die sowohl das Herzl-Kreislaufsystem und die Lungenfunktion beeinträchtigen, Schlafapnoe, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen und degenerative Gelenkschädigung sind Folgeerkrankung von Übergewicht und Adipositas.

Auch Lebererkrankungen stellen sich mit zunehmender Dauer des erhöhten Körpergewichts ein. Vermehrt lagern sich die Fettzellen im Lebergewebe ab und es entwickelt sich eine Fettleber, die als Vorstufe einer Leberzirrhose bekannt ist und in Leberversagen oder einem Leberkarzinom münden kann. Die Neigung zu Krebserkrankungen ist bei adipösen Menschen deutlich erhöht, wobei Die weiblichen Betroffenen vermehrt Burstkrebs und Tumoren des Uterus erkennen lassen. Bei Männern werden im Zusammenhang mit einer Adipositas vermehrt Prostatakarzinome und Tumorerkrankungen des Darms gesehen.
Sehr verschieden reagieren die männlichen und weiblichen Hormone auf das Körpergewicht. Bei Männern kommt es, parallel zum zunehmendem Bauchumfang, zur Reduktion des Hormons Testosteron. Fehlt dieses die Männlichkeit bestimmende Hormon, entwickelt sich ein Hypogonadismus, der auch ausgeprägte Sexualstörungen mit sich bringen kann. Erfreulich ist die Tatsache, dass mit jedem abgespeckten Kilogramm der Bauchumfang reduziert wird und die Testosteronkonzentration wieder ansteigt.

Bei Frauen kommt es zu einer Verminderung der Östrogenproduktion, was naturgemäß zu einem relativen Überwiegen des Testosterons führt. Damit erklärt sich eine vermehrte Gesichts- und Körperbehaarung, die dem männlichen Behaarungsmuster folg. Außerdem wird bei adipösen Frauen häufiger das Phänomen der polyzystischen Ovarien gesehen. Dies beschreibt eine Veränderung der Eierstöcke, indem sich dort Zystem bilden und kein regelhafter Eisprung mehr auftritt. Häufig tauchen adipöse Frauen mit Kinderwunsch in der Fertilitätssprechstunde auf, und suchen dort Hilfe, weil sie nicht schwanger werden. Eine Untersuchung an übergewichtigen schwangeren Frauen an der Universität Heidelberg hat gezeigt, dass die Gewichtsreduktion in diesem Kollektiv dazu führte, dass wieder eine natürliche Schwangerschaft erwartet werden konnte.
Ziel jeder Adipositas Therapie sollte es daher sein, eine deutliche Gewichtsreduktion zu erreichen, mit der sich die krankhaften Veränderungen der unterschiedlichen Organsysteme wieder regulieren können. Das bedeutet nicht nur einem kosmetischen Problem gerecht zu werden, sondern die adipositasbedingten Beschwerden und Störungen möglichst zu beseitigen. Weil aber das über viele Jahre angesammelte Übergewicht einem chronifizierten Problem gleichkommt, kann eine Therapie nur langfristig angelegt sein, um effektiv zu wirken.

Bei drastischer Adipositas mit einem BMI oberhalb von 40 kg/qm ist oft nur eine chirurgische Intervention erfolgversprechend, die heutzutage auch von den Krankenkassen übernommen wird. Liebt gleichzeitig ein zusätzliches medizinisches Problem, wie etwa ein Diabetes oder eine Herz-Kreislauferkrankung vor, wird die metabolische Chirurgie bereits ab einem BMI von 35 kg/qm verordnet, und die Kosten vielfach von den Krankenkassen gezahlt.

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Blickpunkt

  • Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen:
    Colitis ulcerosa

    Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sind als chronisch entzündliche Darmerkrankungen bekannt. Es handelt sich dabei um Darmentzündungen, mit denen der Betroffene sich meist lebenslang auseinandersetzen muss. Kennzeichnend für chronisch entzündliche Darmerkrankungen ist, dass es in Intervallen zu schmerzhaften Entzündungsschüben kommt, die sich mit Phasen abwechseln, in denen die Symptome gar nicht oder nur abgeschwächt vorhanden sind.

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