Die Wochenbettdepression („Baby Blues“) - Teil 1

Teil 1: Ursachen und Krankheitsbilder

Die sogenannte Wochenbettdepression, im Amerikanischen gern umgangssprachlich als „Baby Blues“ bezeichnete depressive Verstimmung, tritt um den dritten Tag nach der Geburt auf, meist zeitgleich mit dem Milcheinschuss in die Brust. Diese Verstimmung kann Stunden oder Tage andauern.

Bei der Geburt und während der Schwangerschaft sind Frauen besonders starken hormonellen Schwankungen ausgesetzt. Sogenannte Glückshormone, die Endorphine, werden während der Schwangerschaft vermehrt produziert und ausgeschüttet. Diese sollen den Stress und die Schmerzen für die Frau während der Schwangerschaft erträglicher machen. Nach der Geburt wird die Produktion dieser Hormone unmittelbar eingestellt. Dabei kann es dann zu einer Art Entzugserscheinungen kommen, die diese Form der Depression auslösen.

Ursachen

Die Ursachen der Wochenbettdepression nur auf die hormonelle Umstellung der Frau zu reduzieren wäre etwas zu einfach. Die Fachwelt ist sich weitgehend darüber einig, dass mehrere Faktoren (in der Fachsprache multifaktoriell) als Auslöser in Frage kommen. Je nachdem wie stark die Intensität der einzelnen Faktoren ist, bzw. sich diese Faktoren gegenseitig beeinflussen, wird eine Wochenbettdepression von den Betroffenen individuell und in ihrer Intensität unterschiedlich empfunden.

Folgende Faktoren werden als mögliche Ursachen diskutiert:

Peripartale Faktoren (unter der Geburt und im Wochenbett auftretend)

  • Behindertes oder totes Kind
  • Schwere Geburt
  • Schwierigkeiten beim Stillen
  • Unerwünschte Schwangerschaft
  • Komplizierter Schwangerschaftsverlauf

Körperliche Faktoren

  • Starke hormonelle Veränderungen („Achterbahnfahrt der Hormone“)
  • Genetische Einflüsse
  • Übermüdung durch schlaflose Nächte

Soziale Faktoren

  • Aufkommende partnerschaftliche Probleme durch die Geburt des Kindes
  • Vorstellung vom Idealbild der Mutterrolle
  • Reaktion der Familie, Eltern und Schwiegereltern

Psychische Faktoren

  • Abschied von der eigenen Kindheit und Jugend gerade bei sehr jungen Müttern oder jüngeren Müttern
  • Aufkommende Identitätskrise
  • Neigung zum Perfektionismus und zu extremer Besorgnis

Die postpartalen (postpartal = nach der Geburt, nachgeburtlich) Krankheitsbilder

Die Gemütszustände nach der Geburt lassen sich grob in drei Kategorien unterordnen:

  • Das postpartale Stimmungstief
  • Die postpartale Depression
  • Die postpartale Psychose

Das postpartale (nachgeburtliche) Stimmungstief

Das postpartale Stimmungstief ist eine zeitlich begrenzte Erscheinung, die bei 50 bis 80 Prozent der Mütter vorkommt. Sie ist gekennzeichnet durch Traurigkeit und häufiges Weinen, Stimmungsschwankungen, Schlaflosigkeit und Reizbarkeit. Sollte dieses Stimmungstief länger als 2 Wochen andauern, kann sich daraus eine postpartale Depression entwickeln.

Die postpartale (nachgeburtliche) Depression

Diese Form der Depression betrifft ungefähr 10 bis 20 Prozent der Mütter, und kann jederzeit im ersten Jahr nach der Geburt auftreten. Man unterscheidet hier verschiedene Schweregrade von leicht bis schwer, wobei die einzelnen Schweregrade fließend ineinander übergehen, und nicht einfach zu differenzieren sind. Kennzeichen dieser Depression sind:

  • Ängste
  • Schuldgefühle
  • Fehlender Antrieb und schnelle Erschöpfung
  • Desinteresse an Dingen des täglichen Lebens
  • Psychosomatische Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Gelenkschmerzen
  • Suizidgedanken

Die postpartale (nachgeburtliche) Psychose

Die postpartale Psychose gilt als die schwerste Form der nachgeburtlichen Krise, und tritt vorwiegend in den ersten zwei Wochen nach der Entbindung auf. Die Psychose kann sich auch aus einer Depression entwickeln und wird in verschiedene Formen unterteilt:

  • Die manische Form
  • Die depressive Form
  • Die schizophrene Form

Die manische Form

Die manische Form ist gekennzeichnet durch eine motorische Unruhe, starker Antriebsteigerung, und äußert sich in meist unproduktiven Aktivitäten. Dieser gesteigerte Aktionismus bedeutet nicht, dass sich die Mutter in einer gehobenen Stimmungslage befindet.

Die depressive Psychose

Die depressive Form ist geprägt durch teilweise extreme Angstzustände, Unlust sowie Antriebslosigkeit, bis hin zur völligen Teilnahmslosigkeit.

Die schizophrene Psychose

Die schizophrene Form ist gekennzeichnet durch Halluzinationen und Wahnvorstellungen. Die Patientin hört Stimmen oder sieht Dinge die nicht existent sind.

Die Wochenbettpsychosen treten nicht selten als Mischformen auf. Dabei gilt die schizo-depressive Form als die mit dem höchsten Suizidrisiko. Die schizo-manische Form kommt jedoch häufiger vor.

Hierarchie
Gesundheitstipp: Depression
Gesundheitstipp: Die Wochenbettdepression („Baby Blues“) - Teil 1

Krankheiten & Symptome

Erkältung

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Husten

ADHS

Adipositas

Adipositas; Diabetes

ADS

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Allergischer Schnupfen

Alzheimer

Angst

Angststörungen

Anorexia nervosa

Arterienverengung

Arteriosklerose

Arthritis

Arthrose

Arzneimittelunverträg …

Asthma

Autismus

Bauchschmerzen

Blähungen

Blasen- oder Lungenent …

Blasenschwäche

Blutdruck

Blutgerinnung

Bluthochdruck

Blutvergiftung

Borreliose

Bronchitis

Brustkrebs

Bulimie

Burnout-Syndrom

CED

Cervix Karzinom

Chronical Obstructive …

Chronisch Entzündlich …

Chronische Erkrankunge …

Chronischer Bronchitis

Colitis ulcerosa

Colitisulcerosa

COPD

Darmkrebs

Darmträgheit

Demenz

Depression

Depressionen

Depressionen; Diabetes

Dermatitis solaris acu …

Diabetes

Diabetes mellitus

Diabetischer Fuß

Diphtherie

Disstress

Durchblutungsstörung

Durchblutungsstörunge …

Durchfall

Dyspepsie

Eisenmangel

Eiszapfen-Effekt

Entzündungen

Enuresis

Epilepsie

Erbrechen

Erektile Dysfunktion

Erektionsstörung

Erschöpfung

Erschöpfungssyndrom

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Fettleber

Fibromyalgie

Fibromylagie

Fibromylagiesyndrom

Fieber

Flugangst

Fraktur

Frühsommer-Meningo-En …

FSME

Fuß- und Nagelpilz

Fußschmerzen

Ganzkörperschmerz

Gebärmutterhalskrebs

Glaukom

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Grauer star

Grippe Impfung

Grüner Star

Gürtelrose

Haarausfall

Haemophilus influenza …

Hämophilie

Hämorrhoiden

Harnwegsentzündungen

Harnwegsinfektion

Hausstaubmilbenallergi …

HAut

Hautabschürfungen

Hautausschlag

Hauterkrankungen

Hautflecken

Hautkrebs

Hepatische Encephalopa …

Hepatitis

Hepatitis A

Hepatitis B

Herbst

Herz

Herz-Kreislauf-Erkrank …

Herzinfarkt

Herzkrankheit

Herzphobie

Herzrhythmusstörungen

Heuschnupfen

Hib

Husten und Gliederschm …

Hypoglykämie

Imfpung

Immunsystem

Influenza

Inhalationsallergie

Insektenstich-Allergie

Jodmangel

Keuchhusten

KHK

Kinderlähmung

Knochenmetastasen

Kopflausbefall

Kopfschmerzen

Krampfadern

Krebs

Kuhmilchallergie

Lähmungserscheinungen

Lebensmittelintoleranz

Leberkrebs

Leberverfettung

Leberzirrhose

Magenschmerzen

Magersucht

Makuladegeneration

Malaria

Manganmangel

Mangelerscheinung

Masern

Meningokokken

Metabolisches Syndrom

Migräne

Mineralstoffmangel

Morbus Crohn

Morbus Parkinson

MPS

Multiple Sklerose

Mumps

Muskelfaserriss

Muskelzerrung

Myom

Nagelpilzrkrankungen

Nasen-Nebenhöhlenentz …

Nebenhöhlenentzündun …

Neurodermitis

Niesen

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Ohrgeräusche

Osteoporose

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PAVK

Pneumokokken

Polio

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Reizdarmsyndroms

Restless Legs Syndrom …

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Thrombosen

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Zahnverlust

Zecken

Zeckenbiss

Zöliakie

Zoster

Zukunftsangst

Zwangsstörungen

Blickpunkt

  • Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen:
    Colitis ulcerosa

    Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sind als chronisch entzündliche Darmerkrankungen bekannt. Es handelt sich dabei um Darmentzündungen, mit denen der Betroffene sich meist lebenslang auseinandersetzen muss. Kennzeichnend für chronisch entzündliche Darmerkrankungen ist, dass es in Intervallen zu schmerzhaften Entzündungsschüben kommt, die sich mit Phasen abwechseln, in denen die Symptome gar nicht oder nur abgeschwächt vorhanden sind.

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