Jeder dritte Pollenallergiker entwickelt ein Bronchialasthma

Glaubte man noch vor kurzem, dass der Heuschnupfen — medizinisch “saisonale allergische Rhinitis” genannt — nur ein übler Spielverderber der Sommerfreuden ist, so weiß man es heute besser. Die schlechte Nachricht, die Mediziner seit kurzem für Pollenallergiker haben, lautet: Der lästige, aber vermeintlich ungefährliche, Heuschnupfen trägt eine Entzündungskomponente in sich, die bedenklich häufig in eine ernsthafte Erkrankung — das Bronchialasthma — mündet. Verantwortlich dafür ist, dass der Körper des Allergikers beim Kontakt mit bestimmten Eiweißstoffen (Proteinen) — wie z.B. Blütenpollen — fälschlich überreagiert und sie bekämpft, in dem er Antikörper bildet. Im Verlauf dieser Immunreaktion werden aus spezialisierten Körperzellen Botenstoffe freigesetzt, die unter anderem eine Entzündungsreaktion auslösen. Auch kommt es im Rahmen dieses komplexen allergischen Geschehens zu den Erscheinungen, die jeder Heuschnupfenpatient kennt: Augenrötung und -jucken, Augentränen, Fließnase mit Schnupfen und Niesreiz sowie eventuell sogar zur Atemnot. Die Zellen, die Entzündungs-vermittelnde Substanzen wie Histamin freisetzen, werden Mastzellen genannt. Das Signal zur Histaminausschüttung erhalten die Mastzellen stets von den Antikörpern, die nach jedem neuen Kontakt mit einem Allergen in hoher Zahl gebildet werden.

Wichtig ist nun, durch unterschiedliche Massnahmen zu verhindern, dass sich diese Entzündungsreaktion auch am Bronchialgewebe niederschlägt, wo sie unbehandelt langfristig den Weg für eine Asthma-Erkrankung bahnt. Dass sich aus einem einfachen Heuschnupfen eine schwere Erkrankung der Atemwege entwickeln kann, ist nicht nur aus Laborexperimenten bekannt. Große klinische Studien haben bereits bestätigt, dass etwa jeder dritte Pollenallergiker zehn Jahre nach dem Auftreten der ersten Heuschnupfensymptome an der Schwelle zum Bronchialasthma steht.
Mediziner warnen daher davor, die Erkrankung auf die leichte Schulter zu nehmen. Sie empfehlen, die allergischen Symptome durch den Hausarzt oder den Allergologen gründlich abklären zu lassen. Die Diagnose “allergische Rhinitis” läßt sich mit einfachen Tests sichern. Solche Tests sind beispielsweise der Prick-Test, bei dem die Haut mit einer Nadel leicht eingeritzt und ein vermutetes Allergen aufgebracht wird. Sind ein oder mehrere Allergie-auslösende Eiweiße nachgewiesen und bekannt, ergibt sich für den Patienten die Möglichkeit, “seine” Heuschnupfen-Auslöser gezielt zu meiden. Auch Bluttests können bei der Suche nach den Auslösern der Allergie-Symptome helfen.

Wichtig ist es, im späteren Alltag nicht nur bereits aufgetretene Heuschnupfen-Symptome zu bekämpfen und zu lindern. Möglichst sollte versucht werden, es gar nicht zu allergischen Reaktionen kommen zu lassen. Dies gelingt manchmal, in dem einige wichtige Verhaltensregeln befolgt werden. Empfiehlt der Arzt ein anti-allergisch wirksames Medikament (z.B. ein Antihistaminikum), sollte dies immer einige Zeit (etwa eine halbe Stunde) vor einem unvermeidbaren Allergenkontakt eingenommen werden. Dieser Einnahmemodus ist wichtig, um die Histamin-Wirkung im Körper maximal zu bremsen und damit das Auftreten aller Symptome möglichst zu vermeiden. Manche entzündungshemmenden Nasensprays, sollten sogar einige Wochen vor der jeweiligen Pollensaison angewendet werden, damit sie optimal wirken können. Einige dieser Sprays enthalten Kortison. Dadurch sollte sich der Allergiker aber nicht beunruhigen lassen. Eine örtliche Behandlung mit einem Kortison-Spray ist meist gut verträglich und zeigt nicht die Nebenwirkungen, die sich bei der Einnahme von Kortison-Tabletten oder -spritzen einstellen können. Diese Medikamente sind wichtig, weil sie helfen, die Entzündung zu kontrollieren und Spätfolgen, wie ein Bronchialasthma, zu verhindern.

Eine weitere, sehr gute Möglichkeit für einige Pollenallergiker ist die Hyposensibilisierung. Diese Methode hilft aber nicht jedem Patienten und sie wirkt nicht bei jedem Allergen gleich gut. Allerdings ist die Hyposensibilisierung ein relativ aufwendiges Verfahren, das zum Teil über mehrere Jahre immer wieder neu angewendet werden muss.

Fazit: es gibt viele Möglichkeiten, die Symptome zu lindern, das “Wundermittel”, das den Heuschnupfen heilt, muss aber noch erfunden werden.

Besprechen Sie mit Ihrem Arzt die für Sie geeignete Strategie.

Tipps für Pollenallergiker

  • Finden Sie heraus, welche Pollen bei Ihnen Heuschnupfen verursachen (Test beim Arzt).
  • Informieren Sie sich über den regionalen Pollenflug.
  • Meiden Sie in der kritischen Zeit Wiesen und Felder.
  • Treiben Sie in der Pollenflugsaison keinen Leistungssport im Freien.
  • Am frühen Morgen (vor Sonnenaufgang) ist der stärkste Pollenflug. In dieser Zeit die Fenster geschlossen halten.
  • Bei Autofahrten die Lüftung auslassen oder einen Pollenfilter einbauen lassen.
  • Medikamente frühzeitig einnehmen, d.h. vor dem Auftreten allergischer Symptome.
  • Fahren Sie in der Zeit des stärksten Pollenflugs in Urlaub.
  • Als Fahrrad- oder Motorradfahrer gegebenenfalls eine Schutzmaske tragen.
  • Getragene Kleider nicht mit ins Schlafzimmer nehmen, häufig Staubsaugen. Ein Staubsauger mit Hygienefilter reduziert die Pollenbelastung in der Wohnung.
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  • Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen:
    Colitis ulcerosa

    Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sind als chronisch entzündliche Darmerkrankungen bekannt. Es handelt sich dabei um Darmentzündungen, mit denen der Betroffene sich meist lebenslang auseinandersetzen muss. Kennzeichnend für chronisch entzündliche Darmerkrankungen ist, dass es in Intervallen zu schmerzhaften Entzündungsschüben kommt, die sich mit Phasen abwechseln, in denen die Symptome gar nicht oder nur abgeschwächt vorhanden sind.

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