Bei Einnahme von Heuschnupfenmitteln auf Alltagssicherheit achten

Pollenallergiker, die Medikamente zur Unterdrückung der körpereigenen Histamin-Reaktion (Antihistaminika) einnehmen, kennen das Problem: Manche Präparate wirken zwar gut gegen die Allergiesymptome, sie machen aber auch müde, mindern die Leistungsfähigkeit und schwächen die Konzentration. Aufmerksamkeit und Reaktionsvermögen können so empfindlich beeinträchtigt sein, dass von einer Teilnahme am Straßenverkehr dringend abgeraten werden muss, weil man sich und andere gefährden würde. Allerdings ist Personen, die ihr Auto aus Gründen der Vernunft stehen lassen und mit dem Bus fahren, nicht geholfen, wenn sie am Arbeitsplatz vor dem gleichen Problem stehen, etwa weil sie verantwortlich Maschinen bedienen müssen. Hinzu kommt natürlich, dass auch der Alltag weniger Spaß macht, wenn man sich müde und abgeschlagen fühlt.

Schon seit längerem ist bekannt, dass der erwünschte Behandlungseffekt eines Antihistaminikums nicht zwangsläufig durch die Müde-machende (sedierende) Wirkung erkauft werden muss. Intensive Forschungsarbeiten in diese Richtung haben dann den gewünschten Erfolg gebracht und zur Entwicklung von Antihistaminka geführt, die diese leistungsmindernde Wirkung nicht mehr haben. Dies wurde zum Beispiel in Untersuchungen des TÜV-Rheinland gezeigt, bei denen Probanden entweder ältere oder neuere Antihistaminika im Vergleich einnahmen. Anschließend wurden die Teilnehmer Tests unterzogen, die an deren Konzentration, Reaktionsvermögen und Aufmerksamkeit vergleichbar hohe Anforderungen stellten, wie sie beim Autofahren gefordert sind. Beispielsweise wurde während eines Fahrtests untersucht, in welcher Zeit die Versuchsteilnehmer auf ein gegebenes Signal reagieren und die Bremse betätigen konnten. Ganz deutlich wurde hier anhand der Länge des Bremsweges bewiesen, dass Personen, die die neueren Substanzen eingenommen hatten, genauso schnell und sicher reagierten, wie Personen, denen ein Scheinmedikament (Plazebo) gegeben wurde. Bei den Teilnehmern einer Vergleichsgruppe waren dagegen die Konzentration und die Reaktion auf ein entsprechendes Signal so beeinträchtigt, dass es in einer realen Situation wahrscheinlich zu einem Unfall gekommen wäre.
Mittlerweile ist dieser Vorteil der sogenannten Antihistaminika der dritten Generation sogar an Flugzeugpiloten untersucht und bestätigt worden Als Konsequenz haben beispielsweise die britische und die US-amerikanische Luftwaffe beschlossen, für Piloten, die an einer Allergie leiden nur solche Präparate zuzulassen, die nach strengen Kriterien bewiesen haben, dass sie nicht im Zentralnervensystem wirken, d.h. nicht sedieren.

Wie wirkt eigentlich ein Antihistaminikum?

Wie der Name sagt, wirken Antihistaminika, in dem sie die Histamin-Wirkung im Körper unterdrücken. Dies geschieht, in dem diese Substanzen anstelle des Histamins an der Oberfläche von Körperzellen (an sogenannten Histamin-Rezeptoren) “andocken”. Weil sie die Bindung des Histamins an diesen Stellen verhindern, kann das Histamin dort seine Funktion nicht ausüben. Dass ältere Antihistaminika im Gegensatz zu den neueren Substanzen nicht müde machen liegt daran, dass die Histamin-Rezeptoren im Gehirn nur von den älteren Substanzen besetzt werden. Neuere Antihistaminika dringen so gut wie nicht in das Gehirn ein.
Im gesamten Organismus wirkt Histamin als eine Art. “Entzündungs-Botenstoff”. Wird es aus spezialisierten Zellen ausgeschüttet, erweitert es die benachbarten kleinen Blutgefäße wodurch Flüssigkeit in das Gewebe gelangt und dieses anschwillt. Für den Organismus ist diese Histamin-Wirkung wichtig, um schädliche oder giftige Stoffe eliminieren und abtransportieren zu können. Bei einer Pollenallergie, die ja eine Überreaktion des Körpers auf ein harmloses Eiweiß ist, macht sie aber keinen Sinn und kann gefahrlos unterdrückt werden.
Aus dem gesagten geht hervor, dass es günstig ist, wenn die Histamin-Rezeptoren schon vom Arzneimittel besetzt sind, bevor das Allergen im Körper die Histamin-Wirkung auslöst. Das Medikament sollte daher eine gewisse Zeit vor dem Zusammentreffen mit ein bekanntem Allergieauslöser eingenommen werden. Im günstigsten Fall bleiben dann die Heuschnupfensymptome ganz aus. Zumindest aber werden sie deutlich gemildert. Ein Antihistaminikum wirkt natürlich auch, wenn es erst während des Feldspaziergangs genommen wird — dann aber meist nicht ganz so gut.

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Blickpunkt

  • Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen:
    Colitis ulcerosa

    Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sind als chronisch entzündliche Darmerkrankungen bekannt. Es handelt sich dabei um Darmentzündungen, mit denen der Betroffene sich meist lebenslang auseinandersetzen muss. Kennzeichnend für chronisch entzündliche Darmerkrankungen ist, dass es in Intervallen zu schmerzhaften Entzündungsschüben kommt, die sich mit Phasen abwechseln, in denen die Symptome gar nicht oder nur abgeschwächt vorhanden sind.

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