Hausstaubmilbenallergie

Wie sich die Plagegeister schnell aus dem Staub machen

Auch durch noch so intensives Putzen läßt sich ein Haushalt nicht völlig von Staub und damit von Hausstaubmilben befreien. Moderne Heizungen, die für ein gleichmäßig warmes Raumklima sorgen, und die Vielzahl von Nistplätzen in den Wohnräumen bieten den Milben ideale Voraussetzungen, sich im “Ökosystem Hausstaub” zu vermehren. Disponierte Menschen reagieren auf die Ausscheidungen der Milben mit einer allergischen Reaktion der Haut oder der Atemwege, die sehr belastend sein kann und die weiteren entzündlichen Reaktionen Vorschub leistet. Bekannt ist, dass nächtliche Asthmaanfälle von Allergikern nicht selten auf eine zu hohe Konzentration der Hausstaubmilbe in Matratze und Bettwäsche zurückzuführen sind. Eine medikamentöse Behandlung kann für disponierte Allergiker sinnvoll oder notwendig sein. Zur Symptomlinderung haben sich Antihistaminika bewährt, die die allergische Reaktion in den Atemwegen blockieren. Diese Medikamente wirken sich günstig auf die entzündlich- allergische Reaktion aus und verhindern, daß sich die Atemwegsmuskulatur verkrampft. Bei sehr starker allergischer Reaktion mit begleitender Asthmasymptomatik kann ein kortisonhaltiges Präparat erforderlich sein.

Für eine wirksame Linderung der Hausstaubmilbenallergie ist es notwendig, die Tiere gezielt, jedoch nicht unbedingt “mit allen Mitteln” zu bekämpfen. So wird man an einer Sanierung der Wohnung mit dem Entfernen von Teppichen und Teppichböden in den meisten Fällen vorbeikommen. Es gibt Mittel und Wege, die Plagegeister mit begrenztem Aufwand in Schach zu halten. Alle pragmatischen Strategien sind an der Frage orientiert, wo die lästigen Schmarotzer bevorzugt anzutreffen sind und ihnen maximal geschadet werden kann.

Sinnvolle Maßnahmen wählen

Hausstaubmilben ernähren sich von winzigen Hautschuppen, die wir Tag für Tag in unserer Umgebung “verlieren”. Größere Mengen dieser Hautschuppen finden sich daher vor allem in unserem unmittelbaren Wohnumfeld. Geradezu ideale Lebensbedingungen bieten schlecht durchlüftete, “muffige” und warme Orte. Entsprechend findet sich der größte Teil (> 90 Prozent) der Milben in den Betten. Unfreiwillig beherbergen wir in Matratzen und Bettzeug bis zu 10 Millionen der für uns unsichtbaren Gäste. Diese zunächst bedrohlich erscheinende Erkenntnis läßt sich als Vorteil nutzen, weil wirksame Hygieneregeln in diesem Bereich eben auch den größten Teil der Eindringlinge dezimieren. Nur in Ausnahmefällen wird es daher notwendig sein, einen Teppichboden gegen einen neuen hygienischeren “glatten” Boden auszutauschen. Denn Untersuchungen zufolge siedelt sich nicht einmal jede zehnte Hausstaubmilbe in diesem Bereich an. Zu den sinnvollen Neuanschaffungen kann jedoch ein neuer Staubsauger mit ausreichender Saugkraft und modernem Filtersystem zählen, denn gründliches und häufiges Staubsaugen ist in jedem Fall erforderlich. Nach Ansicht von Experten können Geräte, die mit einem Wasserfilter ausgestattet sind, bei der Reduzierung der Allergene hilfreich sein. Viele herkömmliche Geräte, die aufgesaugten Staub infolge unzureichender Filterung wieder in die Raumluft blasen, schaden mehr als sie nutzen.

Generell wird empfohlen, alte Matratzen durch neue zu ersetzen. Zumindest Matratzen, die mehr als acht Jahre alt sind, sollten entsorgt werden. Dieser finanzielle Aufwand lohnt, denn Sie verbringen Ihre Nachtruhe wenigstens zunächst auf einer garantiert milbenfreien Schlafstätte. Damit dies so bleibt, sollten Sie Ihr Schlafzimmer und Ihre gesamte Wohnung täglich gründlich lüften. Am wirksamsten (und sparsamsten) ist die Stoßlüftung, bei der Fenster und Türen für wenige Minuten geöffnet werden. Auch das Auslüften von Matratzen und Polstermöbeln an der frischen Luft hilft, die Zahl der Milben erheblich zu reduzieren. Auch sollten Sie Ihre Bettbezüge mindestens einmal wöchentlich bei 90 Grad waschen. Es kann lohnen, die Bettfedern durch synthetisches Material zu ersetzen. Bettzeug und Matratze können zusätzlich mit speziellen, allergiearmen Umhüllungen versehen werden, was die Milben weiter reduziert. Abgeraten wird davon, die Tiere mit Gift zu bekämpfen. Sollten Sie entschlossen sein, mit der “chemischen Keule” zu operieren, wählen Sie für den Schlafbereich spezielle Konzentrate aus Pflanzenölen, die im Handel erhältlich sind.

4,5 Millionen Bundesbürger sind betroffen – suchen Sie Rat bei Experten

Hilfestellungen zu speziellen Fragen können Experten, des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) geben, die sich mit dem Problem seit langem intensiv befassen. Wie verbreitet das Problem ist, beweisen Hochrechnungen, die Fachleute des DAAD angestellt haben. Daraus konnte geschlossen werden, daß allein in Deutschland viereinhalb Millionen Menschen an Hausstaubmilbenallergie leiden. Eine Sensibilisierung gegen Hausstaubmilben zeigen im Hauttest 5-30 Prozent der Bevölkerung; bei Kindern mit Asthma bronchiale sind es 80 Prozent.

Tipps für Hausstaubmilbenallergiker

  • Die gesamte Wohnung, speziell Bettwäsche und Matratzen, gründlich lüften. Im Winter unterdrückt Frischluft die Vermehrung der Milben besonders wirksam.
  • Matratzen, die schon mehrere Jahre benutzt werden, austauschen. Beim Neukauf auf ökologische Qualität achten.
  • Stets für frische Bettwäsche sorgen. Benutzte Bezüge bei 90 Grad waschen.
  • Bettwäsche nicht in der Wohnung ausschütteln. Wenn möglich an die frische Luft gehen.
  • Staubfänger aus der Wohnung oder in geschlossene Vitrinen verbannen.
  • Chemie zur Milbenabwehr hat im Schlafzimmer nichts verloren.
  • Entfernen des Teppichbodens erst als späte Maßnahme wählen. Hier sitzt in der Regel nur einer kleiner Teil der Milben.
  • Glatte Böden wie andere Flächen mit einem feuchten Tuch reinigen.
  • Milben tolerieren Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes nicht. Kuscheltiere, die über Nacht in die Gefriertruhe gelegt werden, sind am nächsten Morgen milbenfrei.
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  • Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen:
    Colitis ulcerosa

    Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sind als chronisch entzündliche Darmerkrankungen bekannt. Es handelt sich dabei um Darmentzündungen, mit denen der Betroffene sich meist lebenslang auseinandersetzen muss. Kennzeichnend für chronisch entzündliche Darmerkrankungen ist, dass es in Intervallen zu schmerzhaften Entzündungsschüben kommt, die sich mit Phasen abwechseln, in denen die Symptome gar nicht oder nur abgeschwächt vorhanden sind.

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