Erste Hilfe bei Verstopfung

Der Darm kann zu einer regelmäßigen und pünktlichen Entleerung erzogen werden. Dabei hilft es, den Stuhldrang nicht zu unterdrücken und sich ausreichend Zeit auf der Toilette zu lassen.

Ballaststoffreiche Ernährung sollte im Speiseplan enthalten sein. Regelmäßiges Essen in stressfreier Atmosphäre und ausreichend langes Kauen der Speisen sind hilfreich.
Es sind mindestens eineinhalb Liter Flüssigkeit notwendig, um die Stuhlkonsistenz weich zu halten. Je mehr Flüssigkeit, umso günstiger das Resultat. Am besten geeignet ist Mineralwasser.

Mit körperlicher Aktivität kann der Darm fit gehalten werden. Spazierengehen, Radfahren und Schwimmen sind besonders geeignet.
Bei sich ankündigender Verstopfung hilft es, wenn Quellmittel wie Weizenkleie oder Leinsamen der normalen Ernährung begegeben werden. Dazu ist besonders viel Flüssigkeit aufzunehmen.

Eine leichte Massage der Bauchdecke kann die Darmtätigkeit unterstützen.
Auf chemisch-synthetische, drastisch wirksame Abführmittel sollte möglichst verzichtet werden. Sie erzielen nur einen kurzfristigen Erfolg und verschlechtern langfristig das Problem der Verstopfung.

Grossen Nutzen zur Unterstützung der geregelten Darmtätigkeit und Darmentleerung bringen neue Substanzen wie Polyethylenglykol. Dabei handelt es sich um ein Produkt mit hoher Wasserbindungfähigkeit, das in Wasser gelöst und dann getrunken wird. Das gebundene Wasser wird im Darm nicht aufgenommen sondern in die Darmregionen transportiert, wo es zur Stuhlerweichung gebraucht wird. Polyethylenglykol erhöht dadurch das Stuhlvolumen, das erhöhte Volumen beschleunigt die Darmbeweglichkeit (Peristaltik und Motilität) und erzeugt so den erforderlichen Entleerungsreiz.

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Blickpunkt

  • Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen:
    Colitis ulcerosa

    Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sind als chronisch entzündliche Darmerkrankungen bekannt. Es handelt sich dabei um Darmentzündungen, mit denen der Betroffene sich meist lebenslang auseinandersetzen muss. Kennzeichnend für chronisch entzündliche Darmerkrankungen ist, dass es in Intervallen zu schmerzhaften Entzündungsschüben kommt, die sich mit Phasen abwechseln, in denen die Symptome gar nicht oder nur abgeschwächt vorhanden sind.

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