Patientenratgeber

Durchblutungsstörungen: Gefahr für Bein und Fuß

So verbessern Sie die Durchblutung Ihrer Beine!

Nutzen Sie jede Gelegenheit, sich regelmäßig und oft zu bewegen!


Eine aktive Bewegungstherapie ist die Grundlage der Behandlung

  • Täglich leichtes Gehtraining. Gehtempo, Gehstrecke und Steigung sollten jedoch nicht zu Schmerzen in den Beinen führen. Am effektivsten ist das sogenannte Intervalltraining
  • Mehrmals täglich Zehenstand
  • Lagerungsübungen nach Ratschow sind hilfreich. Dabei liegen Sie auf dem Rücken, heben die gestreckten Beine in die Luft und kreisen mit den Füßen.
  • Treppensteigen ist eine weitere nützliche Übung
  • Schwimmen und Tanzen ist gutes Gefäßtraining
  • Radfahren ist empfehlenswert

In vielen Städten gibt es dank der Deutschen Gesellschaft für Gefäßsport und der Deutschen Gefäßliga bereits spezielle Gefäß-Sportgruppen. Bestimmt auch in Ihrer Nähe. Erkundigen Sie sich. Zusammen klappt’s am besten und macht auch am meisten Spaß!

Bewußt leben/Gesund ernähren

Geben Sie Streß und Hektik kein Chance! Hören Sie bedingungslos auf zu rauchen. Gerade hier müssen Sie streng zu sich sein.

  • Moderne abwechslungsreiche Vollwertkost
  • mit weniger Fett und mehr Ballaststoffen
  • Normalgewicht halten oder anstreben
  • Bei Zuckerkrankheit und zu hohen Harnsäurewerten (Gichtgefahr) heißt es: Diät halten!
  • Trinken hält das Blut flüssig (mindestens zwei Liter pro Tag).

Warum empfiehlt ihr Arzt eine Infusionstherapie?

Infusionen sind wichtiger Bestandteil zur Therapie von arteriellen Durchblutungsstörungen und können in der Arztpraxis durchgeführt werden. Eine Hämodilutionstherapie (Blutverdünnung) ist eine bewährte Therapie und wir sehr erfolgreich eingesetzt. Durch Infusionen wird das Blut verdünnt und fließfähiger. Dadurch wird wieder mehr Sauerstoff in die unterversorgten Gewebe transportiert. Zusätzliches Bewegungstraining unterstützt den Behandlungserfolg.

“Die 10 Gebote”

1. Bewegen Sie sich viel und regelmäßig

2. Halten Sie Ihre Füße Warm und trocken!

3. Tragen Sie keine einengenden Schuhe

4. Verzichten Sie auf einschnürende Strumpf- und Sockenhalter!

5. Füße und Zehen sorgfältig pflegen. Vor allem beim Schneiden der Zehennägel vorsichtig sein!

  • täglich frische Baumwoll- oder Wollsocken
  • Schweißfüße, wunde Stellen und Fußpilz vermeiden
  • regelmäßige Inspektion der Füße und Zehenzwischenräume

6. Nicht barfuß gehen. Verletzungsgefahr!

7. Direkte Hitzeeinwirkung vermeiden (z.B. Wärmeflasche, Heizkissen oder heiße Fußbäder, Thermalbäder und Schlammpackungen)!

8. Beine nicht übereinanderschlagen, um die Blutgefäße in der Kniekehle nicht abzudrücken!

9. Viel Flüssigkeit trinken, wenn Herz und Kreislauf es gestatten.

und das wichtigste

10. Hören Sie definitiv auf zu rauchen!

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