Die besondere Aufgabe des Knorpels

Der die Gelenkflächen überziehende Knorpel bildet eine spiegelglatte und elastische Schicht. Er besteht aus besonders elastischen Fasern, sogenannten kollagenen Fasern, die eine gleitende, reibungsfreie Bewegung erst ermöglichen und für die Widerstandskraft und Elastizität des Gelenkknorpels verantwortlich sind.

Im Knorpel befinden sich weder Nervenfasern noch Blutgefäße, sodaß die Ernährung des Knorpels nahezu ausschließlich durch die Gelenkflüssigkeit erfolgen muß. Dies geschieht durch sogenante Diffusion, indem die in der Gelenkflüssigkeit gelösten Nährstoffe mit der Bewegung des Gelenkes an die Knorpelfläche gebracht werden und von hier aus durch die Zellmembran in die Zelle gelangen können. Auf diese Weise werden auch die Stoffwechselendprodukte aus der Zelle befördert und über die Flüssigkeit entsorgt.

Soll ein Gelenk also funktionieren, müssen die Gelenkflächen möglichst harmonisieren und ein gesunder und gut ernährter Knorpel vorhanden sein. Weil am Kniegelenk drei Gelenkflächen an der Bildung des Gelenkes beteiligt sind und die Oberflächen nicht übereinstimmen, sind zum Ausgleich knorpelige Zwischenscheiben vorhanden, die sogenannten Meniskusscheiben. Damit wird die Belastung möglichst breit auf die gesamte Gelenkfläche verteilt.

Damit die Gelenkflächen in Ruhe und während der Bewegung möglichst eng aneinanderliegen, wird jedes Gelenk sehr straff in der Bewegung geführt. Hierzu ist die Gelenkkapsel und die diese durchziehenden Bänder (Sehnen) sowie die regionale Muskulatur verantwortlich.

Bei optimaler Übereinstimmung aller beteiligten Strukturen ist ein gutes Funktionieren und eine größtmögliche Belastung des Gelenkes sichergestellt. Normale Bewegung und eine das übliche Maß nicht übersteigende körperliche Tätigkeit können dann keine Voraussetzung für eine Gelenkschädigung darstellten, auch dann nicht, wenn die Gelenke über viele Stunden gleichmäßig belastet werden.

Feststellung

Arthrose resultiert aus dem Mißverhältnis von Belastung und Belastbarkeit.
Die Belastbarkeit des Knorpels ist individuell unterschiedlich und schwer vorauszusagen.
Die Belastung ist ein Faktor, über dessen Beeinflussung und Steuerung man der Entwicklung einer Arthrose entgegenwirken kann.

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Blickpunkt

  • Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen:
    Colitis ulcerosa

    Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sind als chronisch entzündliche Darmerkrankungen bekannt. Es handelt sich dabei um Darmentzündungen, mit denen der Betroffene sich meist lebenslang auseinandersetzen muss. Kennzeichnend für chronisch entzündliche Darmerkrankungen ist, dass es in Intervallen zu schmerzhaften Entzündungsschüben kommt, die sich mit Phasen abwechseln, in denen die Symptome gar nicht oder nur abgeschwächt vorhanden sind.

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