Gut zu wissen

Alternative Therapieformen bei rheumatischen Erkrankungen

Unter rheumatischen Erkrankungen oder Erkrankungen des Bewegungsapparates sind mehr als 150 verschiedene Krankheiten und Syndrome zusammengefasst, die in der Regel fortschreiten und immer mit Schmerzen einhergehen. Sie lassen sich einteilen in Gelenkerkrankungen, physische Erkrankungen, Wirbelsäulenerkrankungen und Zustände nach einem Trauma. Muskuloskelettale Erkrankungen sind der häufigste Grund für Krankheit, Berufsunfähigkeit, den Verlust des Arbeitsplatzes und sie rufen enorme Kosten im Gesundheitswesen hervor.

  • Chilischoten enthalten Capsaicin, das in Rheumasalben Verwendung findet.
  • Pixabay © Hans (CCO public domain)

Die Syndrome mit dem größten Einfluss auf die Gesellschaft sind:

  • entzündlich-rheumatische Erkrankungen, wie Morbus Bechterew oder rheumatoide Arthritis
  • degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen, wie Arthrose
  • Weichteilrheumatismus, wie Fibromyalgie
  • Stoffwechselerkrankungen, die mit rheumatischen Erkrankungen einhergehen, wie Gicht

Rheuma ist keine Erkrankung nur für ältere Menschen. Sie kann jeden treffen, auch junge Leute und Kinder.

Die klassische Behandlung von Rheuma

Die Behandlung dieser Erkrankungen zielt hauptsächlich auf die Befreiung von den Schmerzen und die Verbesserung von Funktionsbeeinträchtigungen ab. Ein weiteres Ziel ist das Aufhalten oder Verlangsamen des Fortschreitens der Erkrankung und damit eine Verbesserung der Lebensqualität. Dabei kommen die verschiedensten Medikamente zum Einsatz:

  • Schmerzmittel
  • nichtsteroidale Antirheumatika
  • Cortisonpräparate
  • lang und langsam wirkende Antirheumatika

Viele dieser Medikamente haben teils starke Nebenwirkungen, sodass viele Patienten auf der Suche nach Alternativen sind. Bei der Rheumaliga sind eine Übersicht der am häufigsten eingesetzten Medikamente und weiterführende Informationen dazu veröffentlicht. In den letzten Jahren haben sich Forscher intensiv bemüht, neue Therapiekonzepte zu entwickeln und traditionell verwendete Arzneimittel weiter zu erforschen. Neuere Studien belegen, dass einige der traditionellen pflanzlichen Arzneistoffe sich auch erfolgreich bei rheumatischen Beschwerden einsetzen lassen. So konnten beispielsweise Chandran und Goel 2012 zeigen, dass Kurkuma eine entzündungshemmende Wirkung entfaltet.

Arzneipflanzen bei rheumatischen Beschwerden

Pflanzliche Antiphlogistika, also Arzneipflanzen, die entzündliche Prozesse hemmen, lassen sich erfolgreich bei rheumatischen Beschwerden einsetzen. Dazu gibt es neuere Studien, die das für mehrere Arzneipflanzen bestätigen.

Die Teufelskralle

  • Die Teufelskralle enthält medizinisch wirksames Harpagosid, das Schmerzempfinglichkeit und Beweglichkeit bei Rheumapatienten positiv beeinflusst.
  • Pixabay © Hans (CCO public domain)

Die südafrikanische Teufelskralle wirkt entzündungs- und schmerzhemmend und unterstützt die Therapie von degenerativen Erkrankungen am Bewegungsapparat. Wie genau die Teufelskralle und der Wirkstoff Harpagosid auf den Körper wirken, ist bislang noch nicht geklärt. Klinische Studien belegen allerdings den positiven Effekt auf die Schmerzempfindlichkeit und die Beweglichkeit von Rheumapatienten. Wesentliche Voraussetzung dabei ist eine ausreichend hohe Dosierung der aktiven Substanz Harpagid (auch Harpagosid). Die Große Brennnessel Welche Inhaltsstoffe der Großen Brennnessel für die lindernde Wirkung bei Rheuma verantwortlich sind, ist noch nicht bekannt. Dennoch konnten Studien die Wirksamkeit von Brennnesselblätter-Extrakten nachweisen. Sie hemmen bestimmte Enzyme, die für die entzündlichen Prozesse verantwortlich sind. Die Anwendung von Brennnessel-Mus als ergänzende Behandlung kann den Verbrauch von antirheumatischen Medikamenten bei Kniearthrosen um die Hälfte reduzieren. Auch Brennnesseltee kann die Behandlung unterstützen. Hier ist ebenfalls auf einen ausreichend hohen Wirkstoffgehalt zu achten, um eine ernstzunehmende Wirkung zu erzielen.

Kurkuma

  • Die Wurzel der Kurkuma-Pflanze enthält Curcumin, das entzündungshemmend wirkt.
  • Pixabay © lbokel (CCO public domain)

Curcumin ist schon lange in der ayurvedischen Medizin bekannt und findet regelmäßig in der indischen Medizin Anwendung zur Reinigung und Entspannung. Es lindert Rheuma, weil es gegen die entzündlichen Prozesse wirkt, die meist Ursache für die starken Schmerzen der Patienten sind. Durch die Linderung der Entzündungen lässt sich die Beweglichkeit und so ein Teil der Lebensqualität wiederherstellen. Darüber hinaus klingen unter der Anwendung von Kurkuma Gelenkschwellungen ab. Das Curcumin hemmt die Entwicklung eines Proteins, das für die entzündlichen Prozesse im Körper verantwortlich ist. Es wirkt ähnlich wie Cortisonpräparate, jedoch ohne die vielen, unangenehmen Nebenwirkungen. In der Ernährungsforschung der Bundesregierung ist Professor Dr. Jan Frank (Ph. D.), Universität Hohenheim, Institut für Biologische Chemie und Ernährungswissenschaft mit der Erforschung von Kurkumin beauftragt. Schwerpunkt dabei ist die Lösung des Problems, wie die Pflanzenstoffe in ausreichender Menge in die Zellen gelangen, wie beispielsweise in Acurmin Plus, das eine sehr hohe Bioverfügbarkeit aufweist.

Weidenrindenextrakt

Weidenrindenextrakt hat bereits Hippokrates bei Fieber eingesetzt. Der Wirkstoff Salicaceae (Salix purpurea) kommt bei Kopfschmerzen und rheumatischen Erkrankungen zum Einsatz. Weidenrindenextrakt wirkt wie natürliches Aspirin. Der Gehalt an Salicin sollte bei den Präparaten möglichst mehr als fünf Prozent betragen. Auf diese Weise können Extrakte oder Teezubereitungen Schmerzen lindern, ohne die Nebenwirkungen von Schmerztabletten. Weidenrindenextrakt ist sehr gut magenverträglich und hat nur geringfügige Nebenwirkungen.

Das Harz des indischen Weihrauchbaumes

Dieses Baumharz heißt in Indien Salai Guggal und findet dort bei einer ganzen Reihe entzündlicher Erkrankungen Anwendung. Es hemmt Stoffe im Körper, die für Entzündungsprozesse verantwortlich sind. In klinischen Studien ließ sich die Wirksamkeit bei chronischer Polyarthritis und Colitis ulcerosa nachweisen. Wirksam ist dabei der Inhaltsstoff Triterpenoide Boswelliasäure. Bei der Behandlung mit Boswelliasäure kam es bei den Patienten zu keinen schwerwiegenden Nebenwirkungen.

Die topische Behandlung von rheumatischen Beschwerden

Topische Behandlung bedeutet äußerliche oder örtliche Behandlung. Bei Rheuma kommen dabei häufig Scharfstoffe aus Capsaisinoide zum Einsatz. Gelangen diese Stoffe auf die Haut, reizen sie dort die Schmerz- und Wärmerezeptoren. Dadurch bewirken sie eine stärkere Durchblutung der entsprechenden Region. Die Haut rötet sich, fängt an sich zu erwärmen und zu brennen. Das führt zu einer Muskelentspannung. Gleichzeitig macht das Capsaicin die Nervenendungen unempfindlicher für Schmerzen, was sich nach einer Weile in einem schmerzstillenden Effekt äußert. Damit dieser Effekt anhält ist eine längere Anwendung des Capsaicins in niedriger Dosierung notwendig. Dabei haben Wissenschaftler festgestellt, dass die richtige Dosis auch dazu beiträgt, dass es nicht zu nennenswerten Beeinträchtigungen der Haut kommt.

Nichtmedikamentöse Therapie bei Rheuma

Zu wenig Bewegung kann zu irreversiblen Schäden an Gelenken führen. Selbst wenn die Gelenke schmerzen, ist es wichtig, sie in Bewegung zu halten, sonst verschlimmert sich der Zustand immer mehr. Daher hat die Rheuma-Liga ein ganz spezielles Bewegungsprogramm entwickelt – ein Funktionstraining für Rheumakranke. Dabei gibt es Warmwasser- und Trockenübungen, die Muskeln, Gelenke und die Wirbelsäule beweglich halten. Welche Vorteile dies genau hat und auch spezielle Übungen hält der senioren-ratgeber.de bereit. Diese Übungen sollen Kraft und Ausdauer sowie Koordination und Flexibilität verbessern. Es ist ein ganzheitlicher Ansatz zur Behandlung bestehender oder drohender Behinderungen.

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Blickpunkt

  • Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen:
    Colitis ulcerosa

    Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sind als chronisch entzündliche Darmerkrankungen bekannt. Es handelt sich dabei um Darmentzündungen, mit denen der Betroffene sich meist lebenslang auseinandersetzen muss. Kennzeichnend für chronisch entzündliche Darmerkrankungen ist, dass es in Intervallen zu schmerzhaften Entzündungsschüben kommt, die sich mit Phasen abwechseln, in denen die Symptome gar nicht oder nur abgeschwächt vorhanden sind.

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